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Hauskauf vor Heirat: Was passiert bei Scheidung?

11.03.2009 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


13:51
Guten Tag,

mein Lebensgefährte und ich werden dieses Jahr heiraten.
Nun hat es sich ergeben, dass wir vor der Hochzeit ein Grundstück und Haus kaufen werden.

Mein Lebensgefährte würde das Grundstück mit seinem, ihm zur Verfügung stehenden, Eigenkapital kaufen.
Somit steht er dann auch im Grundbuch.

Das zu bauende Haus würde dann laut Kaufvertrag auf unsere beiden Namen laufen (vor der Ehe)

Wie sieht das im Scheidungsfall aus?

Wir werden einen Ehevertrag schließen, Zugewinn bleibt aber.

Bin ich dann auch am Zugewinn beteiligt, wenn das Haus nur auf den Namen meines Lebensgefährten läuft oder ist es dann in seinem Besitz und ich habe keinerlei Möglichkeit, einen Ausgleich zu bekommen?

Mir geht es nicht darum, im Scheidungsfall das Haus zu bekommen.Ich möchte lediglich bei Scheidung finanziell berücksichtig werden.


Oder gibt es da eine andere Konstellation, an die ich noch nicht gedacht haben könnte?

Zusammenfassend mein Wunsch:
- das Haus und Grundstück soll ruhig meinem Zukünftigen gehören
- ich möchte einen Ausgleich im Scheidungfall für das Haus

Vielen Dank für Ihre Hilfe,

colina
11.03.2009 | 13:17

Antwort

von


(420)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworten möchte.

Zunächst einmal fällt das Grundstück im Falle des Zugewinnausgleichs in das Anfangsvermögen Ihres (zukünftigen) Mannes, da er im Grundbuch eingetragen ist und das Grundstück vor Eheschließung durch ihn erworben wurde.

Das Haus fällt, sofern es vor Eheschließung gebaut wird,zu je 50% in Ihrer beider Anfangsvermögen.
Alle Wertsteigerungen bei Haus und Grundstück fallen in gesamtem Umfang in den Zugewinnausgleich, sollte es zu einer Scheidung kommen.

Ob Sie danach bei einer eventuellen Scheidung im Rahmen des Zugewinnausgleichs finanziell profitieren werden, hängt in erster Linie davon ab, ob Ihr Endvermögen zum Stichtag geringer ist als das des Ehepartners.

Was das Haus angeht, so stünden Sie mit 50% im Grundbuch.
Sie könnten daher für den Fall, dass im Rahmen einer Scheidung keine finanzielle Einigung erzielt würde, eine Teilungsversteigerung herbeiführen.
In diesem Rahmen könnte dann ein Ehepartner das Haus erwerben. Der andere würde nach Abzug der Lasten ausbezahlt werden.
Dieses Vorgehen ist jedoch insofern risikoreich, da im Rahmen von Zwangsversteigerungen oft nicht der gewünschte Kaufpreis erzielt wird.
Des weiteren könnten auch Dritte an der Teilungsversteigerung teilnehmen und dabei das Haus erwerben.

Hier könnte jedoch im Rahmen eines Ehevertrages eine Regelung für den Fall der Scheidung vereinbart werden, wonach der Ehepartner Ihnen den hälftigen Hausanteil abzüglich der auf Ihren Anteil anfallenden Hauslasten abkaufen würde.
Diesbezüglich könnte eine Kaufsumme oder aber auch der zum fraglichen Zeitpunkt zu ermittelnde objektive Marktwert vereinbart werden.
Des weiteren könnte diesbezüglich auch die Übernahme der Hauslasten durch den Ehepartner und Ihre Freistellung gegenüber der finanzierenden Bank vereinbart werden.

Hier sollten Sie einen Rechtsanwalt mit der Erstellung eines solchen Vertrages beauftragen.
Im Rahmen der Erstellung des Ehevertrages könnten dann etwaige Einzelheiten und Wünsche geklärt werden.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2009 | 13:40

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Mein Vermögen wird zum Stichtag definitiv geringer ausfallen.

Ich möchte vermeiden, dass wenn das Grundstück und das Haus auf seinen Namen laufen, ich keinerlei Rechte mehr habe, obwohl ich u.a auch durch meine Arbeitskraft den Kredit am Haus mittilge.

Habe ich ein Recht auf Zugewinn wenn das Haus und Grundstück vor der Ehe nur auf seinen Namen laufen? Oder wird das als sein Vermögen angesehen (trotz Kredit?), auf das ich kein Recht habe, weil der Kauf vor der Ehe erfolgte?

Wenn er, weil er das Grundstück von seinem Erspartem kauft, allein im Grundbuch steht, wie funktioniert das, für das Haus zur Hälfte dort vermerkt zu sein?

Vielen Dank!

colina

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2009 | 13:51

Sehr geehrte Ratsuchende!

In Ihrer Ausgangsfrage schrieben Sie, dass das Haus auf beide Namen eingetragen werden sollte.
Diesbezüglich habe ich meine Antwort daran ausgerichtet.

Laufen Haus und Grundstück auf den Namen Ihres Ehepartners, so gilt für das Grundstück zunächst das bereits Gesagte.

Wird ein Ehepartner vor der Ehe alleinig als Eigentümer des Hauses im Grundbuch eingetragen, so fiele im Falle der Scheidung das Haus in das Anfangsvermögen des eingetragenen Ehepartners.
Hier wäre dann wohl nur ein eventueller Zugewinnausgleich aus der Wertsteigerung zu erwarten.

Sie sollten hier darauf bestehen, dass das Haus auf beider Namen eingetragen wird, um etwaige spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden. Dies ist trotz alleiniger Eintragung des Ehepartners bzgl. des Grundstücks möglich.

ANTWORT VON

(420)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
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