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Hauskauf unverheirateter Partner, Erbschaftsregelung

| 08.07.2011 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Hallo, ich habe mit meinem Lebensgefährten ein Haus gekauft. Wir sind beide zu gleichen Teilen im Grundbuch. Die Finanzierung teilen wir uns auch, wobei ich ein wenig Eigenkapital einsetzen kann, mein Partner aber nicht.

Er ist geschieden und hat einen Sohn aus erster Ehe. Ich bin ledig und kinderlos.

Frage: was könnte passieren, wenn mein Partner verstirbt. Sein Sohn würde dann seinen Anteil an dem Haus voll erben, d. h. er würde dann die Hälfte des Hauses (oder jetzt noch der Schulden) besitzen. Da er noch minderjährig ist, würde dann die Mutter des Kindes (= Ex-Frau meines Partners) das Erbe verwalten?

Was habe ich für Möglichkeiten, mich abzusichern für den Fall, dass mein Partner verstirbt, denn natürlich möchte ich das Haus dann "für mich" behalten können.

Kann mein Partner mir testamentarisch im Falle seines Todes seinen Anteil überhaupt vererben oder bekommt der Sohn automatisch die Hälfte des Hauses (Pflichtanteil)?

Normalerweise würden ich sagen, beide Partner setzen sich gegenseitig als Erbe ein; bei meinem Tod würde ich ja auch meinem Partner meinen Teil vererben. Aber meine einzigen "Pflichterben" wären ja nur meine Eltern und würden den Fall wahrscheinlich garnicht mehr erleben.

Vielen Dank
Marlen

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie und Ihr Partner sich gegenseitig als Erben einsetzen, werden Sie, im Falle des Todes Ihres Partners, Alleineigentümer der Immobilie.

Der Sohn Ihres Partners hat jedoch einen Pflichtteilsanspruch. Dieser besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbanspruchs. Dieser Anspruch besteht allerdings nur in Geld und nicht in einem Anteil an dem Erbe. Sie als Erbin müssten dann den Sohn den Pflichtteil auszahlen. Dabei werden aber, vereinfacht gesagt, die Verbindlichkeiten Ihres Partners von seinem Vermögen abgezogen.

Gibt es kein Testament, tritt die gesetzliche Erbfolge ein, wonach zunächst die Abkömmlinge erben. In diesem Falle wird der Sohn Ihres Partners Eigentümer der Immobilie zu 1/2. Dieses Vermögen würde dann von der Mutter verwaltet werden, solange der Sohn minderjährig ist. Die Verwaltung muss jedoch im Interesse des Kindes erfolgen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2011 | 07:46

Aehr geehrter Anwalt, erstmal vielen Dank für Ihre Antwort, sie hat mir schon etwas weiter geholfen, aber ich habe noch eine Frage zu den angesprochenen Verbindlichkeiten:
Das Haus ist jetzt grade erst von uns gekauft worden und somit noch voll belastet. Wenn der Sohn jetzt erben würde, müßte er - bzw. die Mutter - dann voll für die Verbindlichkeiten (Darlehen) aufkommen? Oder wäre es dann für Ihn bzw die Mutter sinvoller, das Erbe abzulehnen (wer würde in so einem Fall den Pflichterbteil des Sohnes bekommen?)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2011 | 10:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Erbe tritt an die Stelle des Erblassers und erbt somit auch die Verbindlichkeiten des Erblassers. Der Erbe wäre daher ebenso verpflichtet den Kredit zu bedienen, wie der Erblasser selbst.

Schlägt ein Erbe sein Erbe aus, verliert er idR auch sein Pflichtteilsanspruch.

Was für den Sohn Ihres Partners ''sinnvoller'' wäre, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Daher kann von hier nicht beurteilt werden, wie im Falle des Todes Ihres Partners dessen Sohn agieren würde.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 11.07.2011 | 07:38

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 11.07.2011 4,8/5,0
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