Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hauskauf trotz Privatinsolvenz?

| 18.10.2013 07:22 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Eingehen neuer Verbindlichkeiten in der Insolvenz / Wohlverhaltensphase. Haftung und Strafbarkeit. Keine Teilnahme neuer Forderung am Insolvenzverfahren.

Hallo!
Wir möchten gerne eine Immobilie erwerben. Ich bin verheiratet. Meine Ehefrau ist in der Privatinsolvenz und zwar bereits in der sogenannten Wohnverhaltensphase, d.h. das Verfahren ist aufgehoben. Meine Gehalt alleine reicht bereits, um den Kredit für eine Immobilie zu bekommen. Nun möchte die Bank aber, dass trotz allem meine Ehefrau, weil wir eben verheiratet sind, die Kreditverträge mitunterschreibt. Meine einfache und kurze Frage ist - darf Sie das oder müssen wir dabei etwas beachten? Müssen wir warten, bis das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist?
Viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage die ich auf Grundlage Ihrer Angaben nachfolgend beantworte:

Ihre Frau kann während des Insolvenzverfahrens und nach dessen Abschluss in der Wohlverhaltensphase Verträge eingehen. Etwaige Forderungen und Verbindlichkeiten nehmen nicht an dem laufenden Verfahren teil und können daher tituliert und vollstreckt werden. Folglich kann Ihre Frau auch ein Darlehen für eine Immobilienfinanzierung grundsätzlich unterschreiben. Sie haften dann gesamtschuldnerisch für die Rückführung des Darlehens.

Aufgrund der bestehenden Wohlverhaltensphase wird das pfändbare Einkommen in der Regel an die Insolvenzmasse abgeführt. Danach könnte die Bank im Falle von Zahlungsrückständen und Titulierung der Forderung gegenüber Ihrer Frau wohl kaum eine Forderung durchsetzen und mit einer Rückzahlung rechnen, sollten Sie als Schuldner ausfallen.

Wenn der Bank vor dem Abschluss des Kreditvertrages die laufende Wohlverhaltenspase nicht bekannt ist, wird die Bank im Falle eines Ausfalles Strafanzeige wegen Betruges erstatten. Sind der Bank hingegen die Vermögensverhaltnisse Ihrer Frau bekannt, z.B. aus vorhandenen Schufaauskünften, besteht ein strafrechtlich relevantes Verhalten nicht.

Bevor Ihre Frau daher den Darlehensvertrag mitunterschreibt, müssen sie dafür Sorge tragen, dass die Bank über die wirtschaftlichen Verhältnisse von Ihnen und Ihrer Frau informiert ist. Ansonsten droht im Falle des Kreditausfalles oder Verzug mit den Ratenzahlungen, dass die Bank Strafanzeige erstattet. Soweit möglich wäre es besser eine andere Sicherheit zu stellen, als die Mitunterzeichnung durch Ihre Frau, wenn die Bank keine Kenntnis von dem laufenden Verfahren haben soll.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe im Rahmen der Nachfragemöglichkeit gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2013 | 09:08

Hallo! Die Bank ist über alle relevanten Daten informiert - auch über die Privatinsolvenz meiner Frau. Ich spiele grundsätzlich offen. Ich käme nicht auf die Idee hier etwas zu verschweigen. Trotzdem besteht die Bank darauf, dass meine Frau unterzeichnet. Dies ist, wie ich jetzt weiss, unbedenklich und gefährdet das Insolvenzverfahren nicht. Das wäre fatal gewesen. Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2013 | 09:22

Vielen Dank für die Rückmeldung.

In diesem Fall ist dies in der Tat unbedenklich. Sie oder Ihre Frau sollten aber in Ihren Unterlagen einen schriftlich Nachweis haben, dass die Bank über die Wohlverhaltensphase informiert ist bzw. war.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 18.10.2013 | 09:05

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen