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Hauskauf obwohl Eigentümer noch nicht ausziehen will


13.01.2007 15:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Lebensgefährtin und ich möchten uns ein Haus kaufen.
Die Finanzierung ist durch unsere Bank bereits gesichert und
wir haben die Darlehensverträge erhalten und unterzeichnet.
Das Haus wird vom aktuellen Eigentümer noch bewohnt. Dies
führt auch zu meinen Fragen, da der Eigentümer erst zum 01.08.07
plant auszuziehen, was vorher der 01.04.2007 war und sich jetzt
durch seine eigene Haussuche bzw. Neubau verzögert.

Hier meine Fragen:

1.) Die Maklerin möchte eine Kaufpreiszahlung nach
Auflassungsvormerkung vereinbaren. Ich würde hingegen
gern eine Teilzahlung vereinbaren. a.) nach Notartermin /
Grundbucheintragung b.) Auszug jetziger Eigentümer. Welche
Teilung der Zahlung ist hier als üblich zu sehen und kann
dies vereinbart werden?

2.) Kann ein Ausgleich für die mir entstehenden Kosten
( Bereitstellungszinsen, länger zu zahlende Miete, Gebühren
für Notaranderkonto ) vereinbart werden, da es für mich
unmöglich ist meine jetzige Miete und die Raten für die
Finanzieurng zu zahlen. In welcher Form wäre dies möglich?

3.) welche Rechtsmittel stehen uns zur Verfügung, wenn der
jetzige Eigentümer nach dem 01.08.2007 doch nicht auszieht?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
13.01.2007 | 18:01

Antwort

von


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82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit können Sie nach Ihren Vorstellungen verhandeln. Die Maklerin hat Anspruch auf einen Mäklerlohn, wenn Sie ihr für die Vermittlung eines Vertrags oder für die Vermittlung zur Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags einen Mäklerlohn versprochen haben. Wann der Lohn fällig wird, ist zu vereinbaren. Sie können den Mäklerlohn vereinbaren. Wenn Sie bereits den Kaufvertrag unterschrieben haben und eine Vereinbarung vorher nicht getroffen wurde, ist der Mäklerlohn mit Unterzeichnung des Vertrags fällig. Vor Unterzeichnung des Vertrags können Sie die von Ihnen angedachte Staffelung vereinbaren.
2.Für die Bereitsstellungszinsen können Sie gegebenenfalls vom Verkäufer Schadensersatz verlangen. Das wäre dann der Fall, wenn Sie mit dem Verkäufer verbindlich einen Auszugstermin vereinbart haben und diese Vereinbarung nun nicht eingehalten wird. Da Ihnen durch den Vertragsbruch ein Schaden entsteht, können Sie diesen ersetzt verlangen. Wenn der Auszugstermin nicht fix vereinbart war, werden Sie die Mehrkosten selbst tragen müssen, es sei denn, das Eigentum geht vor dem Auszugstermin auf Sie über. In diesem Fall können Sie vom Verkäufer Nutzungsersatz verlangen.
3.Sollte der Verkäufer nach Eigentumsübergang auf Sie nicht ausziehen, müssen Sie zunächst unter Fristsetzung zur Räumung auffordern (Einschreiben/Rückschein). Sollte er nicht ausziehen, bleibt Ihnen nur die Räumungsklage. Da ein derartiges Verfahren langwierig sein kann, sollten Sie zunächst einen fixen Auszugstermin vereinbaren sowie eine Kautionszahlung bzw. eine Rückhaltung eines Teils des Kaufpreises für den Fall, dass der Verkäufer den Termin nicht einhält.
4.Rein vorsorglich weise ich auf folgendes hin: wenn Sie das Haus im Wege der Zwangsversteigerung gekauft haben sollten, haben Sie mit der Ersteigerung einen Titel zur Vollstreckung erhalten und können aus diesem Titel die Räumung vollstrecken.




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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