Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hauskauf mit Teilungserklärung

09.06.2015 00:48 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo,
ich bin am Kauf eines Hauses interessiert. Zu diesem Haus hat es bei der Erstellung eine Teilungserklärung gegeben - es gibt also zwei Besitzer und ich würde das Haus letztlich von 2 Besitzern kaufen. Die Angabe im Expose lautet:
"Die Immobilie ist nach WEG aufgeteilt. Rechtlich betrachtet handelt es sich bei dem Angebot um 2/2 Eigentumswohnungen."

Was muss ich beim Kauf eines Hauses mit einer solchen Aufteilung beachten - muss ich hierdurch mit irgendwelchen Nachteilen rechnen ? Entstehen hierdurch für mich beim Kauf z.B. beim Notar zusätzliche Kosten im Vergleich zu einem normalen Einfamilienhaus?

Die zukünftige Nutzung soll so sein, dass meine Frau und ich das Haus (= beide Eigentumswohnungen) kaufen wollen, eine der beiden Wohnungen dann jedoch an unseren Sohn untervermieten möchten.

Hierzu gibt es sicherlich steuerliche Aspekte zu beachten - eine Antwort hierzu ist natürlich auch willkommen. Mir geht es aber im ersten Schritt hauptsächlich um die vertragsrechtlichen Aspekte (mögliche Risiken oder Nachteile) eines solchen Hauskaufs.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Nachteile sind im Wesentlichen finanzieller Natur. Sie schließen zwei Kaufverträge mit zwei Verkäufern, dadurch erhöhen sich die Notar- und Grundbuchgebühren sowie die Grunderwerbssteuern, auch wenn es nur eine Urkunde sein sollte.

Nicht-finanzielle Probleme würden entstehen, wenn Sie das Haus so umbauen, dass es nicht mehr zur Teilungserklärung paßt, beispielsweise indem Sie beide Wohnungen zusammenlegen oder eine dritte Wohnung bauen. Wollen Sie dann wieder eine Wohnung verkaufen, müßten Sie vorher die Teilungserklärung anpassen. Das ist wiederum eine Formalie, d.h. würde nur Zeit und Geld kosten. Auch müssen Sie jedes Jahr einen Wirtschaftsplan erstellen und die Jahresabrechnung erstellen. Die Beschlußsammlung ist dann ebenfalls weiterzuführen, auch wenn Sie als alleiniger Eigentümer die Beschlüsse alleine fassen können.

Sofern Sie die Wohnung nicht einzeln weiterverkaufen wollen, können Sie die Wohnungsgrundbücher schließen lassen und damit den wohnungseigentumsrechtlichen Fesseln entfliehen.

Besondere steuerliche Aspekte gibt es nur zu beachten, wenn Sie die Wohnung unter dem ortsüblichen Mietspiegel an den Sohn vermieten wollen. Diese Miete muß bei 66 % des örtlichen Mietniveaus liegen. Liegt es niedriger, können die Aufwendungen nur anteilig abgezogen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69256 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Saeger hat meinen Fragen ausführlich beantwortet und ich bin äußerst zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke,es war ausführlich und verständlich. Mit freundlichen Grüssen go522832-32. Meine,besser geht es nicht!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die fundierte Beantwortung der Frage. Spätestens nach unsere Nachfrage konnten wir den Sachverhalt gut einschätzen. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen