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Hauskauf mit Mietern

24.07.2014 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Der Erwerber tritt erst mit Eigentumserwerb in ein bestehendes Mietverhältnis ein und darf es dann ggf. wegen Eigenbedarf kündigen. Eine Vormerkung ist dazu nicht ausreichend.

Wir wohnen zur Zeit in einer Eigentumswohnung mit 3 Zimmern auf 87qm. Da wir 2 Kinder haben, ist die Wohnung für uns zu klein und wir würden gerne ein Haus kaufen. Wir haben jetzt ein schönes Haus gefunden. Das Haus besteht aus 3 Etagenwohungen. Wir würden es aber so umbauen, dass es von uns im Ganzen nutzbar ist. Jetzt wohnen aber im EG und im 1. OG noch Mieter mit schon längeren Mietverträgen. Das 2. OG ist frei. Die Kündigung wegen Eigenbedarf für diese 2 Wohnungen würde also auf jeden Fall 9 Monate betragen.
Die Grundbucheintragung bei uns im Landkreis dauert zur Zeit etwa 1 Jahr. Wenn ich die Kündigung erst dann ausprechen kann, warte ich ja fast 2 Jahre, bis wir ins Haus reinkommen (da noch gewisse Umbauten nötig wären). Das ist uns definitiv zu lange. Der Notar meinte nun, man könne bei ihm die Eintragung "Vormerkung im Grundbuch" vornehmen lassen und dann sofort die Eigenbedarfskündigung aussprechen.
Nun meine Fragen:
1. Ist eine Kündigung mit Eigenbedarf in unserem Fall sicher erfolgreich?
2. Kann ich, wie der Notar das sagt, eine Kündigung sofort aussprechen, so dass wir nach 9 Monaten schon rein könnten?
3. Gibt es andere Möglichkeiten, die Zeit irgendwie zu verkürzen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.

Sicher ist im Leben leider gar nichts. Nach Ihrer Schilderung bestehen aber gute Chancen, eine Eigenbedarfskündigung erfolgreich vor Gericht durchzusetzen, wenn die Mieter sie nicht akzeptieren wollen. Denn ein nachvollziehbarer und plausibler Eigenbedarf dürfte hier vorliegen.

2.

Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs können Sie erst aussprechen, wenn Sie als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind. Eine bloße Vormerkung reicht dazu nicht aus.

3.

Natürlich können Sie bereits jetzt versuchen, unter Einbeziehung des Noch-Eigentümers mit den Mietern eine Aufhebungsvereinbarung zu treffen - dann wird eine Kündigung obsolet.

Erzwingen können Sie eine solche Vereinbarung aber natürlich nicht und müssten im schlimmsten Fall mit der 9-monatigen Frist kündigen - aber erst nach Ihrer Eintragung ins Grundbuch als neuer Eigentümer.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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