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Hauskauf mit Grundstück ohne Notarvertrag

29.08.2010 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Wir, meine 3 Geschwister und ich, haben ein Haus mit Grundstück mit einem Wert von ca. 100 T€ geerbt. Ich möchte meinen 3 Geschwistern das Haus und Grundstück möglichst ohne viele gebühren und Steuern abkaufen ( 3 x 25 000,- € ), muss jedoch ca. 60 T€ finanzieren.

1.Ist der Kauf ohne Notarvertrag möglich und welche Risiken bestehen ?

2. Ist ohne Steuern zu zahlen auch eine Überschreibung im Rahmen des Erbrechts möglich ? Ist dafür ein Notarvertrag nötig und fallen Grunderwerbssteuern an ?

3. Welche Vorgehensweis ist zu empfehlen, wenn ich eine Beleihung durch eine Bank benötige ?

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Frage 1:
Gesetzlich ist die Aufteilung des Nachlasses mit der Auflösung der Erbengemeinschaft, sofern ein Grundstück dazu gehört, nur mit einem notariellen Vertrag möglich.

Allerdings gibt es das vom BGH (Az. IV ZR 346/96) seit 1998 akzeptierte Modell der sog. "Abschichtung".

Dabei scheidet ein Mitglied der Erbengemeinschaft einvernehmlich aus der Erbengemeinschaft aus. Dafür erhält es in der Regel eine Abfindung. Der Erbteil des ausscheidenden Mitglieds der Erbengemeinschaft wächst den verbleibenden Mitgliedern im Verhältnis ihres Anteils am Erbe zu. Abschichtungsvereinbarungen unterliegen keinem Formzwang, das heißt, sie sind auch ohne notarielle Beurkundung gültig. Aufgrund einer Abschichtungsvereinbarung vorzunehmende Grundbuchänderungen bedürfen lediglich einer notariellen Beglaubigung. Dadurch fallen im Vergleich zu anderen Formen der Erbauseinandersetzung erheblich geringere Notarkosten an.

Risiken bestehen dabei keine anderen als bei der normalen Auflösung der Erbengemeinschaft.

Da Sie ganz ohne Notar nicht auskommen (s.o), sollten Sie die weitere Vorgehensweise für Ihren konkreten Fall mit ihm vorab abklären. Weisen Sie ihn dabei natürlich auf das günstigere Abschichtungsverfahren hin.


Frage 2:
Grunderwerbsteuern fallen keine an, Erbschaftssteuern bei ¼ aus 100.000 Euro auch nicht.
Hinsichtlich Notar und Eigentumsübergang (das meinten Sie wohl mit Umschreibung) verweise ich auf meine Ausführungen zu Frage 1.


Frage 3:
Der normale Weg wäre, dass Ihr Alleineigentum eingetragen wird, Sie einen Kredit bei der Bank beantragen und aus diesem dann Ihre Geschwister ausgezahlt werden.

Sofern Ihre Geschwister dagegen Bedenken haben, wird es komplizierter, denn dann müssten entsprechende Vereinbarungen getroffen werden, dass die Bank den Kredit nicht an Sie selbst, sondern gleich an die Geschwister direkt ausbezahlt.


Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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