Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
501.403
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hauskauf im Bieterverfahren, Mindestgebot höher angesetzt als Gutachten Wert

| 24.09.2018 14:32 |
Preis: 50,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Interesse an einem Haus, welches im Bieterverfahren von einem gerichtlich bestellten Betreuer verkauft wird. Die komplette Abwicklung erfolgt über ein zwischengeschaltetes Maklerbüro. Das zuvor erstellte Gutachten weißt einen Verkehrswert von 100000€ aus. Der Makler schreibt nun immer davon, dass Gebote ab 120000€ angenommen werden. Laut Makler werden alle Bietenden einen Tag vor Ende der Gebotsfrist informiert, wo das derzeit höchste Gebot liegt, um eventuell nachbessern zu können. Kann ich nun einfach einen Betrag unter dem vom Makler festgelegten Mindestgebot abgeben? Muss er mich dann trotzdem informieren, wie hoch der Gebotsstand ist, oder kann er mich ignorieren? Ich möchte nicht von Anfang an 120000€ bieten, wenn die Möglichkleit besteht, dass man es eventuell billiger bekommen kann.

Mit freundlichen Grüßen
24.09.2018 | 15:33

Antwort

von


(421)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 895153
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen
wie folgt.

Das Bieterverfahren unterliegt im privatrechtlichen Bereich der Privatautonomie, ist also grundsätzlich frei von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das heißt der Eigentümer entscheidet letztendlich, an wen er sein Haus verkauft und nach welchen Kriterien er den Käufer auswählt.

Grundsätzlich anders ist dies im öffentlich-rechtlichen Bereich. Dort entsteht im Bieterverfahren (Vergabeverfahren) ein vorvertragliches Vertrauensverhältnis aus dem sich gewisse Pflichten ableiten können. Dabei geht es im Wesentlichen um Gleichbehandlung der Teilnehmer, Transparenz und Rücksichtnahme.

Wenn Sie vorliegend ein Gebot unterhalb der ausgewiesenen Gebotsuntergrenze abgeben, so wird dies voraussichtlich nicht angenommen werden, bzw. voraussichtlich auch unterhalb der anderen Gebote liegen. Dieser Vorgang ist in keinster Weise justiziabel.

Der Makler kann Sie also ignorieren und ist auch nicht verpflichtet Ihnen mitzuteilen, wenn ein höheres Gebot eingeht.

Ich empfehle Ihnen daher von vornherein ein annahmefähiges Angebot abzugeben, welches Ihrer persönlichen Bewertung des Bietobjektes entspricht.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

Bitte beachten Sie, dass die Beratung im Rahmen dieser Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Sie kann daher eine detaillierte Rechtsberatung, unter Vorlage von Unterlagen und Urkunden, niemals ersetzen.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
-Rechtsanwalt-



Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind Immobilienmakler und immer für Ihre Kunden unterwegs?

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 26.09.2018 | 19:03

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hat alles gepasst. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dennis Meivogel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.09.2018
5/5,0

Hat alles gepasst.


ANTWORT VON

(421)

Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 895153
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Insolvenzrecht, Kreditrecht, Vertragsrecht, Mietrecht