Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.824
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hauskauf im Außenbereich - Verfall Wohnrecht, wenn längere Zeit nicht bewohnt?

| 29.01.2015 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beabsichtige eine Immobilie im Außenbereich (sonstige Vorhaben mit Baugenehmigung, reine Wohnnutzung) zu erwerben. Verkäufer ist eine Erbengemeinschaft. Die Erblasserin ist im September 2012 verstorben.Die Immobilie wurde seit diesem Datum nicht bewohnt. Der Erbschein konnte aufgrund mehrerer Testamente aber erst im September 2014 ausgestellt werden.

Meine Fragen:

1. gibt es tatsächlich eine Zweijahresfrist, nach welcher eine Wohnnutzung untersagt werden kann, wenn die Immobilie länger als zwei Jahre nicht bewohnt wurde?

Wenn ja:

2. wann beginnt diese im oben genannten Fall: Todes- oder Erbscheindatum?

3. wird die Frist geheilt, wenn ein Erbe darin gewohnt hätte und wenn ja, muss er dort einen Wohnsitz angemeldet haben oder reicht es aus, wenn er darin übernachtet hat?

Im Voraus recht herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Henrik

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen der von Ihnen gebuchten Erstberatung wie folgt beantworten:

Bitte lassen Sie sich von den Verkäufern die Baugenehmigung zeigen; ist dort eine dauerhafte Wohnnutzung genehmigt worden, verfällt diese nicht automatisch nach 2 Jahren der Nichtnutzung.

Eine ursprünglich genehmigte Wohnnutzung kann nur dann untersagt werden, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, d.h., wenn von der in der Baugenehmigung festgesetzten Nutzung abgewichen wird oder wenn besondere Rechtsvorschriften für die Nutzung bestehen.

Wer ohne die erforderliche Baugenehmigung eine Nutzungsänderung vornimmt, hat allerdings das Risiko eines baurechtswidrigen Zustandes selbst zu tragen.

Eine grundsätzliche Vorschrift, nach der eine einmal genehmigte Wohnnutzung eines Gebäudes nach zwei Jahren der Nichtnutzung automatisch verfällt, gibt es nicht.

Angesprochen haben Sie in Ihrer Fragestellung die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts(BVerwG), wonach nach dem Ablauf von zwei Jahren nach der Zerstörung eines Bauwerks nach der Verkehrsauffassung der Wille zum Wiederaufbau nicht mehr ohne weiteres vermutet werden kann und der Eigentümer besondere Gründe für einen gleichwohl bestehenden Wiederaufbauwillen darzulegen hat.

Diese Fallkonstellation ist vorliegend jedoch nicht gegeben.

Hier ist nur von einer belegbaren und nachvollziehbaren Nutzungsunterbrechnung durch den Tod der Erblasserin auszugehen. Der von der Rechtsprechung vermutete Wille zur Nutzungsaufgabe nach Ablauf von 2 Jahren liegt hier nicht vor. Dadurch, dass sich der Verkauf des Grundstückes durch das lange Erbscheinverfahren über 2 Jahre hingezogen hat, ist noch kein Wille erkennbar, die Wohnnutzung auf Dauer aufgegeben zu haben.

Aus den vorgenannten Gründen ist die Wohnnutzung, vorausgesetzt sie ist seinerzeit genehmigt worden, auch weiterhin, auch für Sie als Käufer, möglich.

Das von der Rechtsprechung entwickelte Zeitschema, das Sie angesprochen hatten, greift aus den vorgenannten Gründen nicht ein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Bei Unklarheiten in der Beantwortung können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 30.01.2015 | 08:46

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für Ihre schnelle, ausführliche und verständliche Antwort. Ich habe keine weiteren Fragen mehr und kann Sie nur weiter empfehlen. "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 30.01.2015 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65131 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles Bestens, danke für die schnelle Info! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
TOP Rechtsanwalt, kompetentes Auftreten, juristisch einwandfrei. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER