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Hauskauf evtl. Schenkung nach Ehetrennung


09.04.2006 16:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe vor 4 Jahren nach islamischen Recht in Ägypten geheiratet, die Ehe wurde hier anerkannt. Ein Ehevertrag wurde nicht aufgesetzt. Wir leben seitdem in Deutschland und im Januar diesen Jahres hat mein Mann sich von mir getrennt. Die Scheidung ist noch nicht eingereicht, auch in absehbarer Zeit hatten wir das nicht vorgesehen.
Ich bin ohne Vermögen – wie auch mein Mann – in die Ehe gegangen, auch während der letzten Jahre haben weder mein Mann noch ich irgendwelches Geld dazu bekommen.

Nun hat mein Vater vor, für mich und die 2 Kinder ein Haus zu kaufen. Das heißt, einen Teil seines ersparten Geldes will er mir schenken und der Rest soll bei der Bank von ihm aufgenommen werden, was ich dann wiederum als Mietzahlung an ihn abtrage. Allerdings möchte er, dass ich als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen werde. Da meine Eltern bereits ein Haus besitzen, meint er sonst zu hohe Eigentumssteuern zahlen zu müssen.

Meine Frage ist nun, was muss man beachten damit mein Ehemann nicht irgendwann seine Hände danach ausstreckt?
Wie sieht das mit einer Schenkung aus und was muss man bei der Steuer beachten?

Können Sie mir einen Tipp geben, wie man dieses Thema am Besten und natürlich am Kostengünstigsten regelt????

Vielen Dank im Vorraus und mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,


Vielen Dank für Ihre Frage, die ich gemäß Ihren Angaben folgendermaßen beantworten möchte:

Ich gehe davon aus, dass Sie und Ihr Ehemann im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben.

Bei einer Scheidung würde dann ein Zugewinnausgleich stattfinden. Das Grundschema des Zugewinnausgleichs formuliert § 1378 BGB: Übersteigt der Zugewinn des einen Ehegatten denjenigen des anderen, so hat derjenige Ehegatte mit dem geringeren Zugewinn eine Ausgleichsforderung gegen den anderen in Höhe der Hälfte der Differenz. Für jeden Ehegatten muss daher getrennt der Zugewinn ermittelt werden. Zugewinn ist nach § 1373 BGB derjenige Betrag um den das Endvermögen eines Ehegatten das Anfangsvermögen übersteigt.


Nach § 1374 II BGB wird Vermögen, das ein Ehegatte nach Eintritt des Güterstandes durch Schenkung erwirbt, dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, so dass es für den Zugewinn unberücksichtigt bleibt. Wenn diese Immobilie jedoch nun während der noch bestehenden Ehe an Wert gewinnt, dann wird die Wertsteigerung dem Zugewinn zugerechnet.

Bei einer Schenkung steht einem Kind gegenüber jedem Elternteil gesondert ein Steuerfreibetrag von 205.000 Euro zu. Die jeweils geltenden Steuerfreibeträge können nach Ablauf von 10 Jahren erneut in Anspruch genommen werden.


Ich hoffe ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2006 | 16:03

Erstmal vielen Dank für Ihre prompte Antwort, war mir schon mal eine Hilfe.
Eine Frage hätte ich dazu noch. Wie würde es sich verhalten wenn mein Mann und ich jetzt noch einen Ehevertrag mit Gütertrennung aufsetzen würden - natürlich gesetzt den Fall er stimmt dem zu. Dann dürfte dem Kauf einer Immobilie doch nichts entgegen stehen oder würde er im Falle der Scheidung doch noch irgendwelche Rechte dem Haus gegenüber haben?

MfG und nochmal Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2006 | 19:14

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Der Wechsel des Güterstandes von der Zugewinngemeinschaft zur Gütertrennung wäre auch eine Möglichkeit, um den "Zugriff" Ihres Mannes auf das Haus zu verhindern. Hier müssen steuerrechtliche Konsequenzen und auch Notarkosten berücksichtigt werden. Aber wie schon erwähnt, auch mit dem gegenwärtigen Güterstand der Zugewinngemeinschaft hat Ihr Mann keinen " Zugriff" auf das Haus, wenn nur Sie im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen werden.

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