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Hauskauf: Mangel erkannt, angeblich abgestellt, Mangel besteht aber noch!

| 02.11.2015 22:30 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Guten Abend,
wir haben ein Haus gekauft. Bei der Besichtigung stellten wir fest, dass die Holzbretter des Carportdaches mehrere schwarze Stellen aufwiesen. Auf Nachfrage äußerte der Makler, dass das Dach undicht gewesen sei, der Besitzer dies aber habe reparieren lassen. Dieser Aussage vertrauend, unterzeichneten wir den Kaufvertrag, ohne das Thema dem Besitzer gegenüber nochmals anzusprechen.
Nach dem Kauf und dem ersten Regenfall stellte sich heraus, dass das Dach nach wie vor extrem undicht ist.
Auf Befragen äußerte der Besitzer, dass er an einem anderen Teil des Daches Reparaturen vorgenommen habe, aber nicht an diesem Carport. Er beruft sich nun auf den umfassenden Gewährleistungsausschluss, der im Kaufvertrag vereinbart wurde, "zumal der bauliche Zustand ersichtlich" gewesen sei.
Nach unserer Auffassung haben wir den Mangel erkannt, angesprochen, und die Aussage erhalten, dass der Mangel abgestellt sei, und das alles bevor wir den Kaufvertrag unterzeichneten.
Die Instandsetzung des Daches (Wiederherstellung der Dichtheit) kostet ca. 1000 Euro. Der Verkäufer bietet nun trotz ausdrücklicher Nichtanerkennung einer Verpflichtung 500 Euro an.
Ist er für die kompletten Instandsetzungskosten haftbar zu machen?

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Sehr geehrter Mandant,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen gerne verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie bereits anmerken, wird bei Grundstückskaufverträgen - so offenbar auch bei Ihrem geschehen - die Haftung für Mängel grundsätzlich ausgeschlossen, soweit diese vom Verkäufer nicht arglistig verschwiegen worden sind.

Ihren Angaben entnehme ich, dass Sie mit dem Verkäufer direkt über das Carportdach nicht gesprochen haben, sondern dass die entsprechenden Aussagen alleine von dem Makler gemacht worden sind.
Für die Frage, ob Sie vom Verkäufer die gesamten Instandsetzungskosten geltend machen können, kommt es also entscheidend darauf an, ob der Makler schuldhaft gehandelt hat und seinem Auftraggeber dieses Handeln zuzurechnen ist.

Grundsätzlich geht die gefestigte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs davon aus, dass fehlerhafte Aussagen eines Maklers nicht dem Verkäufer zugerechnet werden, er dafür Ihnen gegenüber also nicht haftbar gemacht werden kann.
Etwas anderes gilt nur dann, wenn er die getroffenen Aussagen grob fahrlässig oder entgegen besseres Wissen gemacht hätte. Diese Umstände müssten Sie zudem nachweisen, was sicherlich schwierig sein dürfte. Einen Versuch wert wäre es zum Beispiel dann, wenn bei dem bewussten Besichtigungstermin Zeugen anwesend gewesen wären. Ansonsten gehe ich davon aus, dass Ihnen ein Nachweis gegenüber dem Makler schwer fallen dürfte.

Ich würde Ihnen daher raten, die angebotenen 500 € anzunehmen und sodann eventuell ergänzend sogar zu versuchen, mit dem Verkäufer gemeinsam gegen den Makler vorzugehen, um den Schaden von diesem - ganz oder teilweise - ersetzt zu erhalten. Sofern sich für den Verkäufer damit die Chance ergibt, von der Haftung freigestellt zu werden, hätte er durchaus ein Interesse daran, mit Ihnen in dieselbe Richtung zu agieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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