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Hauskauf Kaufpreis reicht nicht um Schulden abzulösen

25.09.2004 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Hallo,

Ich habe dieses Jahr ein EFH gekauft, vermittelt über einen Makler. Nun stellte die Notarin fest, dass der Kaufpreis nicht ausreicht um die Gläubiger Banken abzulösen - Fazit Grundschulden werden nicht gelöscht, Kaufpreis wird nicht fällig, ich werde nicht Eigentümer. Die Differenz ist ziemlich hoch, ich kann und will diese nicht übernehmen, da es der Wert der Immobilie gar nicht her gibt.
Die Verkäufer sind Alkoholiker, und total verschuldet. Ich kann weder mit denen ein vernünftiges Wort wechseln noch sind die gewillt ihre Finanzangelegenheit zu klären.

1. Hätte der Makler Kaufpreis-Schulden Frage abklären müssen???
2. Was kann ich tun um doch Eigentümer zu werden???
3. Gibt es ein Recht auf Rückabwicklung, welche Voraussetzungen müssen dafür sein?? Wer würde mir meine Ausgaben erstatten (Gebüren und Provisionen)???

Ich bin mittlerweile finanziell alle, sämtliche Kosten habe ich bezahlt, von meiner Baufinanzierung kommt logischerweise noch kein Geld bis die Angelegenheit geklärt ist.Im Gegenteil da belaufen sich jetzt schon Zinsen an, weil ich den Kredit nicht in Anspruch nehmen kann.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Zu Ihren Fragen:

1. Der Makler ist rechtlich nicht verpflichtet zu klären, ob die Ablösung der Grundschulden durch den Kaufpreis möglich ist, auch wenn die meisten Makler dies selbstverständlich getan hätten.

2.
Lassen Sie sich vom Notar die Grundschuldgläubiger benennen (möglichst mit Ansprechpartner und Tel.-Nr.) und sprechen Sie selbst mit denen. Diese lassen meist mit sich reden, da bei der Alternative "Zwangsversteigerung" auch nicht alle Grundschulden bezahlt würden, im Gegenteil: die Gläubiger tragen das Risiko, noch weniger zu erhalten als bei dem freihändigen Verkauf an Sie. Fangen Sie dazu am besten mit den letzten, am wenigsten gesicherten Gläubigern der Verkäufer an. Fast immer läßt sich hier eine Lösung erreichen.

3.
Wenn Sie diesen Weg (Ansprache der Grundschuldgläubiger und Versuch einer Einigung mit diesen) nicht gehen wollen, können Sie selbstverständlich auch den Verkäufern auch eine letzte Frist zur Erfüllung (d.h. zur lastenfreien Übereignung des Grundstücks Zug um Zug gegen Zahlung des Kaufpreises) und nach Ablauf dieser Frist entweder vom Vertrag zurück treten und Schadensersatz (z.B. wegen der dann nutzlosen Aufwendungen für Ihre Hausfinanzierung) verlangen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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