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Hauskauf 2


13.06.2018 12:09 |
Preis: 60,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

SgDuH,

wir haben die Möglichkeit ein Haus unserer Nachbarn zu erwerben. Das ganze wird stressfrei und unkompliziert über die Bühne gehen. Da die beiden älteren Personen nun ausgezogen sind steht die Frage des Verkaufspreises im Raum.

a) Besteht rechtlich die Möglichkeit einen geringeren Verkaufspreis zu vereinbaren, der bei 50-75% des "normalen" Verkehrswert liegt ?
b) Da die beiden Personen körperlich nicht mehr vollständig fit sind, jedoch im Kopf noch vollkommen klar, besteht die Möglichkeit die notariellen Voraussetzungen online, per Briefpost oder Hausbesuch zu erledigen ?
c) Wenn ich meine Partnerin, die sich finanziell beteiligt, absichern möchte, ist eine Hochzeit zwingend erforderlich oder ist hier eine von mir erstellte Erklärung/Vereinbarung ausreichend ?
d) Für die Räumung des Hauses werden wir verantwortlich sein. Gibt es hier oder anderweitig noch etwas besonderes zu berücksichtigen ?

mfg
13.06.2018 | 13:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Fragen sind wie folgt zu beantworten:

a)
Sicherlich besteht im Rahmen der Vertragsfreiheit für einen Käufer immer die Möglichkeit, einen außerordentlich günstigen Preis auszuhandeln.Kritsch wird es dann, wenn man bewusst eine geistige Schwäche ausnutzt, so dass § 138 BGB eingreifen kann oder aber der Verdacht der Schenkung besteht, so dass dann möglicherweise ein Sozialträger später die Anfechtung des Vertrages einleiten könnte - Beides ist aber nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht gegeben.


b)
Ein Notar kann die Mandanten zu Hause aufsuchen und dort die Beurkundungen vornehmen - online oder per Briefpost ist das nicht möglich.


c)
Eine Hochzeit ist zur Absicherung der Partnerin nicht notwendig. Allerdings wird eine wirkliche Absicherung nur über die notarielle Beurkundung möglich sein, da privatschriftliche Vereinbarungen eben nicht den gewünschten Schutz bieten.


d)
Es sollten alle bei Übergabe im Haus noch befindlichen Gegenstände im Notarvertrag mitverkauft und auch übereignet werden, damit es bei einer Entsorgung später keine Probleme gibt, da ansonsten ggfs. die Eigentumsverhältnisse später zu Streitigkeiten (auch mit Erben) führen könnten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



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