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Hauskauf, Vermietung innerhalb der Familie


| 14.12.2012 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Meine beiden Söhne wollen je eine gleichwertige Doppelhaushälfte am selben Ort kaufen.

Besteht die Möglichkeit, dass sie ihr Hauseigentum jeweils dem anderen vermieten, um Abschreibung und Zinsen von der Steuer absetzen zu können.

Zweite Variante:
Sohn 1 bleibt in seinem derzeit gemieteten Haus und vermietet die neu erworbene Doppelhaushälfte an Sohn 2.
Sohn 2 vemietet seine Doppelhaushälfte an fremden Mieter.

Ist mit Widerspruch des Finanzamts zu rechnen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:






Frage 1:
"Besteht die Möglichkeit, dass sie ihr Hauseigentum jeweils dem anderen vermieten, um Abschreibung und Zinsen von der Steuer absetzen zu können."


Wechselseitige Vermietungen ( sog. Überkreuzvermietungen) mit dem einzigen Ziel, Steuern zu sparen, wird das Finanzamt in dieser Kostellation sicher nicht anerkennen, wenn es den wahren Sachverhalt erfährt. Es wird dann einen sog. Gestaltungsmissbrauch nach § 42 AO annehmen. Folge ist nach § 41 II AO ist Unwirksamkeit der Vermietung unter Steuerersparnisgesichtspunkten.






Frage 2:
"Sohn 1 bleibt in seinem derzeit gemieteten Haus und vermietet die neu erworbene Doppelhaushälfte an Sohn 2.
Sohn 2 vemietet seine Doppelhaushälfte an fremden Mieter.

Ist mit Widerspruch des Finanzamts zu rechnen?"





Für Sohn 2 führt dies vordergründig zu Aufwendungen, die mit einer Immobilie im Zusammenhang stehen. Diese werden nur dann als Werbungskosten anerkannt, wenn die Immobilie zur Erzielung von Einkünften (Vermietung) genutzt wird. Die Eigennutzung einer Immobilie führt dagegen nicht zu abzugsfähigen Werbungskosten.


Allerdings liegt die Annahme eines Gestaltungsmissbrauchs insgesamt in dieser Konstellation doch sehr nahe, wenn die Kettenmietverträge aufgedeckt werden. Es macht nämlich für Sohn 1 überhaupt keinen Sinn, an Sohn 2 zu vermieten, damit dieser dann einen 3. seine Haushälfte (bezogen auf Sohn 1) vermietet. Denn im Grunde ist die Vermietung an Sohn 2 nur erfolgt, damit dieser für seine Doppelhaushälfte die steuerlichen Vergünstigungen durch Vermietung an einen Dritten nutzen kann. Dies gilt umso mehr als die beiden Doppelhaushälften im selben Ort liegen.


Daher ist auch in dieser Variante mit einer Ablehnung durch das Finanzamt zu rechnen.

Nicht jede Überkreuzvermietung kann vom Finanzamt gleich als Gestaltungsmissbrauch bezeichnet werden. Hier empfiehlt sich vor Abschluss etwaiger Verträge die Hinzuziehung eines örtlichen Steuerberaters. Wenn nämlich eindeutig nichtsteuerliche Gründe für die Überkreuzvermietung vorliegen, kommt das Finanzamt um eine Anerkennung als Werbungskosten regelmäßig nicht herum.




Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.




Bewertung des Fragestellers 16.12.2012 | 12:12


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