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Haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen - nur eigener Haushalt?

| 17.10.2014 16:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Pflege- und Betreuungsleistungen können haushaltsnahe Dienstleistungen oder außergewöhnliche Belastungen sein, sofern die Belastungsgrrenze überschritten ist und sich so steuermindernd auswirken. Es auch noch eine Pflegepauschalbetrag als Freibetrag.

Guten Tag,

mein Vater ist nun plötzlich Pflegefall. Demenz und Pflegestufe 1, er kann auch keine Treppen mehr steigen. Nun muss er in eine barrierefreie Wohnung umziehen. Ich werde zudem einen Putzservice beauftragen, dort 1x pro Woche zu reinigen.
Mein Vater ist pleite (niedrige Rente, zahlt daher auch keine Steuern). Das Pflegegeld der Krankenkasse brauchen wir für die notwendigen Sachleistungen (Einkaufen, Tabletteneinnahme, Waschen, Anziehen, etc.).

Daher zahle ich den Umzug und auch den Putzservice. Ich werde von meinem Konto überweisen und die Rechnung wird auf meinen Namen lauten.
Kann ich dies irgendwie absetzen? Als haushaltsnahe Dienstleistungen (obwohl nicht mein eigener Haushalt)?

Oder muss ich seine Whg dann als Zweitwohnsitz melden (bin oft dort um ihm zu helfen)?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Pflege- und Betreuungsleistungen können sich in der Tat wie haushaltsnahe Dienstleistungen auswirken. Sie finden die entsprechenden Regelungen in § 35a EStG dort vor allem in Abs.2, Abs.4 und Abs.5. Das setzt allerdings voraus, dass diese Leistungen nicht als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können (§ 35 a Abs.5 EStG ).

Dazu müsste man allerdings erstmal prüfen, ob in Ihrem Fall die Belastungsgrenze überschritten ist (§ 33 Abs.3 EstG), was nur mit weiteren Detailangaben über ein Einkommen und Vermögen möglich ist.

Letzten Endes gibt es hier auch den Pflege-Pauschalbetrag (§ 33b Abs. 6 EstG). Das sind allerdings nur € 924 pro Kalendarjahr.

Die Leistungen und Aufwendungen, die Ihnen durch die Pflege Ihres Vaters entstehen werden sich also voraussichtlich durchaus positiv auf Ihre Einkommenssteuerlast auswirken. Die Frage ist nur, ob als haushaltsnahe Dienstleistung, außergewöhnliche Belastung oder durch den Pflegepauschalbetrag, was tatsächlich eine detailierte Prüfung erfordert als sie aufgrund des bekannten Sachverhalts hier geleistet werden kann.

All das gilt unabhängig davon, wo Sie Ihren Meldewohnsitz haben, so dass Sie keinen Zweitwohnsitz bei Ihrem Vater polizeilich melden müssen, um in den Genuß einer dieser Ver-günstigungen zu kommen.

Ich hoffe Ihnen ist damit erstmal etwas geholfen. Sie hätten hier auch noch eine kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Ra. Jahn

Bewertung des Fragestellers 20.10.2014 | 20:39

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