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Haushaltsnahe Dienstleistungen


25.10.2007 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Auf meiner WEG-Hausgeldabrechnung 2006 wurden folgende Kostenpositionen mit dem Zusatz "HD" für Haushaltsnahe Dienstleistungen gekennzeichnet:
-Hausmeisterdienste
-Straßenreinigung
-Modernisierung
-Verwaltung

Des weiteren ziert diese Abrechnung der Hinweis: "Diese Abrechnung dient als Steuerbescheinigung für die steuerbegünstigten Haushaltsnahen Dienstleistungen (markiert mit HD). Dieses Dokument wurde maschinell erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig." Weitere Bescheinigungen etc. habe ich nicht erhalten.

Frage 1:
Reicht die Abrechnung mit diesen Kennzeichnungen als "Bescheinigung über Haushaltsnahe Dienstleistungen" im Sinne des §35EStG für das Finanzamt aus? Ich meine, gelesen zu haben, dass neben Abrechnung noch eine separate Bescheinigung für den Eigentümer ggf. mit Kontoauszügen erforderlich ist.

Frage 2:
Gehören all diese Positionen tatsächlich zu den HD´s? Mindestens bei den Verwalterkosten habe ich da Bauchschmerzen.
Sehr geehrter Fragesteller, im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt: Vorab: in der Praxis sind hier noch viele Fragen ungeklärt. 1. Eine aufgegliederte WEG Jahres- bzw. Betriebskostenabrechnung ist in der Regel ausreichend. Hierbei müssen sich aus der Abrechnung die jeweils begünstigten Lohnkosten ergeben. Dies erfordert in der Regel eine Aufteilung der Rechnungen von Dienstleistern bzw. Handwerkern. Nicht ansetzbar sind Materialkosten. Sind diese nicht gesondert ausgewiesen, ist der Rechnungsendbetrag im Schätzungswege aufzuteilen. 2. Verwalter bzw. Verwaltungskosten sind im Gegensatz zu Hausmeisterkosten nicht begünstigt iSv. § 35 a EStG. Der Punkt Modernisierung ist zu allgemein.Für das Finanzamt muss ersichtlich sein, welche begünstigten Aufwendungen vorliegen und welcher Anteil auf die Mietwohnung entfällt. Mit besten Grüßen Patrick Hermes Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht
Ergänzung vom Anwalt 13.11.2007 | 07:10

In Ergänzung meiner Antwort erlaube ich mir auf das Anwendungsschreiben zu § 35a EStG
Bundesministerium der Finanzen 26. Oktober 2007, IV C 4 - S 2296-b/07/0003 hinzuweisen, dort Rn. 17 ff.:

III Anspruchsberechtigte
17 Der Steuerpflichtige kann die Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 1 oder 2 EStG grundsätzlich nur in Anspruch nehmen, wenn er in Fällen des § 35a Abs. 1 EStG Arbeitgeber oder in Fällen des § 35a Abs. 2 EStG Auftraggeber ist. Dies gilt auch für einen Heimbewohner, der im Heim einen eigenständigen abgeschlossenen Haushalt führt (vgl. dazu auch Rdnr. 12).
18 Für Wohnungseigentümergemeinschaften gilt Folgendes:

Besteht ein Beschäftigungsverhältnis zu einer Wohnungseigentümergemeinschaft (z.B. bei Reinigung und Pflege von Gemeinschaftsräumen) oder ist eine Wohnungseigentümergemeinschaft Auftraggeber der haushaltsnahen Dienstleistung bzw. der handwerklichen Leistung, kommt für den einzelnen Wohnungseigentümer eine Steuerermäßigung in Betracht, wenn in der Jahresabrechnung

- die im Kalenderjahr unbar gezahlten Beträge nach den begünstigten haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen (zur Berücksichtigung von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen - siehe Rdnr. 8), Dienstleistungen und Handwerkerleistungen (§ 35a Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Satz 1 und Abs. 2 Satz 2 EStG) jeweils gesondert aufgeführt sind,

- der Anteil der steuerbegünstigten Kosten (Arbeits- und Fahrtkosten, siehe auch Rdnr. 29) ausgewiesen ist und der Anteil des jeweiligen Wohnungseigentümers individuell errechnet wurde. Hat die Wohnungseigentümergemeinschaft zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Interessen einen Verwalter bestellt und ergeben sich die Angaben nicht aus der Jahresabrechnung, ist der Nachweis durch eine Bescheinigung des Verwalters über den Anteil des jeweiligen Wohnungseigentümers zu führen. Ein Muster für eine derartige Bescheinigung ist als Anlage beigefügt.
19 Auch der Mieter einer Wohnung bzw. der Heimbewohner kann die Steuerermäßigung nach § 35a EStG beanspruchen, wenn die von ihm zu zahlenden Nebenkosten Beträge umfassen, die für ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis, für haushaltsnahe Dienstleistungen oder für handwerkliche Tätigkeiten geschuldet werden und sein Anteil an den vom Vermieter bzw. vom Träger des Heimes unbar gezahlten Aufwendungen entweder aus der Jahresabrechnung hervorgeht oder durch eine Bescheinigung (vgl. Rdnr. 18)des Vermieters oder seines Verwalters bzw. des Trägers des Heimes nachgewiesen wird.
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