Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haushaltsgeld und Trennungsunterhalt


| 02.01.2005 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
leider eine längere Story.
wegen eines letzten Rettungsversuch für unsere Ehe durch ein Gespräch beim Eheberater brauche ich ein paar Daten.
Zum einen den Trennungsunterunterhalt für meine Kinder und mich, zum anderen, was mir mindestens an Bargeld (Haushaltsgeld und persönliches Taschengeld) in der Ehe zusteht.

Dazu die Fakten:
Einkommen Ehemann, Steuerklasse 3, 2 Kinderfreibeträge
Schlossergehalt netto im Durchschnitt 1750,00€/mtl.
4 Mieteinnahmen, gesamte Kaltmieten 1500,00€/mtl.
Kindergeld für 2 Kinder, Jahrgang 97 und 99

Einkommen Ehefrau, Steuerklasse 5
Einkommen aus Zeitungszustellung (Sonntagszeitung) ca. 75€/mtl., steuer- und abgabenfrei

Wir bewohnen ein eigenes schuldenfreies Haus, 110m² Wohnfläche, (4ZKB) mit Garten und Doppelgarage. Wir besitzen einen Mitsubishi Pajero, 5-Türer, mit Kombizulassung.

Mein Mann betreibt quasi als Hobby die vom Vater ererbte Nebenerwerbslandwirtschaft mit 8 Rindern und 10 Ha Grund, davon 8 in Pacht, nur knapp 2 Ha eigenes Land. Die Landwirtschaft ist von den Steuern befreit, da sie unter dem Mindestwirtschaftswert von damals 15.000DM/jährlich eingestuft wurde. Aber sie wird über den Mehrfachantrag, das Kulab-Programm, Dieselbeihilfe und noch weitere kleinere Beträge mit gut 7000€ im Jahr bezuschusst.

Durch Gesetz bin ich als mithelfende Ehefrau in der landwirtschaftlichen Alterskasse pflichtversichert, das kostet meinen Mann 201€/mtl. Einer Befreiung habe ich 2001 nicht zugestimmt, um nicht durch spätere Gesetzesänderungen diese kleine Alters-Absicherung zu verlieren.

Beide Kinder wollen nicht beim Vater bleiben, wenn es zur Trennung kommen sollte, da dieser sich nicht kümmert. Es wäre bereits die zweite Trennung... nach der ersten wurde vereinbart, dass er mir 800€/mtl (damals als 1.600DM beziffert) an Haushaltsgeld und 200€ (als 450DM beziffert) an Taschengeld/mtl. zahlt. Diese Abmachung hält er schon seit 2 Jahren nicht mehr ein, ich erhalte, wenn überhaupt, 50€ für den wöchentlichen Einkauf.
Meine persönlichen Bedürfnisse, also Kleider, Schuhe und Friseur, soll ich gefälligst selber finanzieren aus meinem Zeitungsgeld. Mein Kleiderschrank ist entsprechend dürftig gefüllt... 2 Hosen, 5 Pullover, 5 T-Shirts, 2 Kleiderschürzen, 1 Winterjacke, 1 Sommerjacke, 1 Paar Lederschueh, 1 Paar Turnschuhe, und das allernötigste an Wäsche. Die Haare schneidet mir eine Freundin, da mir der Friseus zu teuer ist.
Den dringend benötigten Zahnersatz will er ebenfalls nicht zahlen... habe derzeit nur noch 6 intakte Backenzähne, die anderen mussten gezogen werden. Gottseidank sind die Schneidezähne noch intakt.

Beide Töchter musste ich aus dem Kinderballett wieder abmelden, da er die Zahlung von 50€/mtl für beide als Geldverschwendung bezeichnete... beide haben sehr gerne getanzt und die jüngere klagt heute noch, wie gerne sie wieder tanzen würde. Die Größere ist in der Schule in der Arbeitsgruppe Blockflöte... hätte ich ihr nicht mein eigenes Instrument überlassen, wäre auch dies nicht möglich gewesen, da er jede Zahlung als verschwendung verweigert. Ebenso sieht es mit anderen Aktivitäten aus... sobald etwas Geld zu zahlen ist, sagt er kategorisch nein. Die Große beginnt jetzt schon das Rebellieren gegen ihn, weil sie erkennt, dass er sich seine Bedürfnisse erfüllt, dies aber der Familie verweigert. Sind 75€/mtl. für die Aktivitäten der Kinder wirklich zu hoch? Beide wollen weiter ihre Instrumente spielen und wenigstens 1x die Woche in einem Verein sportlich aktiv sein... beide sind begeisterte Schwimmer (können bereits gut schwimmen) und auch sonst körperlich sehr aktiv.

Mir ist bewusst, dass das Haus auch Kosten verursacht... aber bei über 3500€/mtl an Einkommen sehe ich nicht ein, fast auf Sozialhilfeniveau leben zu müssen und für die Kinder und mich ausschliesslich im Gebrauchtkleiderfundus einkaufen zu können.

Vor diesem Hintergrund noch einmal die Frage:
Wie viel habe ich an Trennungs- und Kinderunterhalt zu erwarten? Wie sieht der nacheheliche Unterhalt aus? Außer Zeitungen austragen sieht es mit Arbeit für mich schlecht aus. Meinen gelernten Beruf kann ich mit Kindern nicht ausüben (Pferdepfleger) und Aushilfsjobs sind ohne eigenes Auto auf dem Land nicht zu bekommen.
Wie viel an Haushaltsgeld ist angemessen?

Leider kann ich nicht viel einsetzen. Ach ja, wir wohnen im Amtsgerichtsbezirk Schwandorf in Bayern.
Für den Termin beim Eheberater brauche ich die Berechnungsformel sowie, soweit möglich, genauer bezifferte Beträge zu beiden Fragen,
Dass diese nicht 100%ig genau sein können, weiss ich.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Anfragende,

als Taschengeld wird 3-5 % des Einkommens des Partners angenommen. Das wären bei Ihnen ca. EUR 97,50 bis EUR 162,50.

Was an Haushaltsgeld angemessen ist, ist eine Frage der ehelichen Lebensverhältnisse. Dies kann von einem Juristen nicht beurteilt werden. Es kommt halt darauf an, welche Güte von Kleidung, welche konkrten Lebensmittel etc. zum gewünschten Lebensstandart gehören.

Jedoch müssen grundsätzlich bei ausreichendem Einkommen auch ausreichende Kleidung gewährt werden. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen sind ohnehin unstreitig. Hier muss der Ehepartner, wenn er es sich leisten kann, Zuschüsse leisten.

Urteile in diesem Bereich gibt es jedoch kaum. Das liegt praktisch daran, dass eine Ehe, in der diese Frage durchgeklagt werden muss, meistens faktisch gescheitert ist. Und dann wird nicht auf Taschengeld etc geklagt, sondern auf Scheidung und Unterhalt.

Wenn die Kinder, 7 und 5 Jahre, bei der Trennung bei Ihnen leben würden, sehen die einklagbaren Zahlungsverpflichtungen ca. wie folgt aus:

Einkommen EM: 1.500 + 1.750 = EUR 3250
abzg. Kindesunterhalt 7 jähriger = EUR 410
abzg. Kindesunterhalt 5 jähriger = EUR 339
abzg. Selbstbehalt = EUR 920

anrechenbares Einkommen = EUR 1581
davon 3/7 (erwerbstätigen Bonus) = 677,57

Zahlung insgesamt mithin = 410 + 339 + 677,57 = EUR 1426,57

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weiter geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Dank ihrer Antwort hat mein mann bei der Eheberatung eingelenkt. Ab 0105 erhalte ich Taschengeld i.H.v.175€/mtl und Haushaltsgeld i.H.v. 800€/mtl... und zwar per Dauerauftrag auf mein Konto. Ehe gerettet... DANKE"
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER