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Hausfriedensbruch und Körperverletzung

20.03.2013 16:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


19:00

Zusammenfassung: Bei jeder Strafverteidigung durch einen Anwalt ist es essentiell, dass zunächst die Akte eingesehen werden kann. Erst im Anschluss kann ein seriöser Anwalt Aussagen zu dem weiteren Vorgehen machen.

Ich wollte um 6 uhr morgens angetrunken in einen Bus einsteigen, hatte aber meine Monatsmarke nicht mit.
Der Fahrer forderte Mich auf den Bus zu verlassen was ich nicht tat. Er Versuchte die Türen zuzumachen die ich daraufhin blockierte. er sagte "wenn ich die Polizei rufe haut er ab" was ja praktisch der goldene Lösungsweg war. Er schubst mich mit ausgestreckten armen aus dem bus und will die Tür zu machen. Ich halte mein Regenschirm dazwischen. Er kommt auf mich zu und ich halte ihn mit einem regenschirm auf abstand. Er greift nach dem Regenschirm und wir rangeln ein wenig darum. Ich geb relativ schnell auf und lass mich nach hinten drücken und fordere ihn auf von mir abzulassen. Eine zeugin ruft die Polizei. Er hat wohl eine Radiusfraktion und einen Haarriss im Finger, was meiner Ansicht nach auch ältere verletzungen sein könnten.
Nun habe ich eine Anklageschrift erhaltenmit einer 7 tägigen Frist um Einwende gegen das Hauptverfahren zu stellen.
Bisher hab ich noch kein Anwalt und würde ganz gern selber Einwende vorbringen, ist dies Ratsam? Wie beurteilen sie die Situation und was kann ich womöglich in dieses brief mit reinschreiben. Vielleicht angebot für ein deal o.ä. noder wird dies eher negativ aufgefasst.
Da ich Student bin und Bafög beziehe hab ich nicht viel Geld, möchte aber auch nicht ohne Vertretung darein stolpern.
Ein Aggressiver Anwalt wäre nicht so verkehrt da ich denke das Der Busfahrer Nebenpflichtsverletzungen begangen hat und die Polizeiliche Arbeit auch alles andere als Korrekt war.
Wie sollte ich Vorgehen?
20.03.2013 | 17:20

Antwort

von


(43)
Hachelallee 88
75179 Pforzheim
Tel: 07231/1331993-0
Web: http://www.kanzlei-steenberg.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre aufgeworfenen Fragen unter Beachtung Ihrer Informationen und des von Ihnen ausgelobten Beratungshonorars wie folgt:

Zunächst ist es die erste anwaltliche Pflicht in einem solchen Fall eine Akteneinsicht zu beantragen. Die Akteneinsicht werden Sie persönlich nicht bekommen, sondern nur ein von Ihnen mandatierter Anwalt. Erst nach erfolgter Akteneinsicht kann man zu den Vorwürfen konkret Stellung beziehen. Sollten Sie einen Anwalt beauftragen wollen, so wird dieser auch um eine Fristverlängerung bitten, welche in aller Regel auch gewährt wird.

Von Ihren Überlegungen einen Deal oder ähnliches anzubieten kann ich in diesem Stadium nur abraten, zumal dies auch prozessual so nicht möglich ist. Sollten Sie sich dazu entscheiden keinen Anwalt zu beauftragen, so können Sie nun selbstverständlich auch selber Ihre Einwendungen, welche nach Ihrer Meinung gegen die Eröffnung des Hauptsacheverfahrens sprechen vorbringen, doch sollten Sie bedenken, dass Sie damit auch Informationen zur Sache preisgeben könnten, die ggf. auch gegen Sie verwendet werden können.

Da in Ihrem Fall von keinem Fall einer notwendigen Verteidigung auszugehen ist (Pflichtverteidiger) werden Sie die Gebühren für einen Anwalt selber verauslagen müssen. Sollten Sie verurteilt werden, so müssen Sie alle Gebühren selber bezahlen, kommt es zu einem Freispruch, so bekommen Sie die Gebühren von der Staatskasse erstattet.

Wie die jeweiligen Erfolgsaussichten sind, kann man als seriöser Anwalt aber erst nach einer erfolgten Akteneinsicht einschätzen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Einschätzung geben konnte.

Einen kleinen Hinweis und Rat am Rande möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Ein aggressiver Anwalt ist nicht unbedingt ein guter Anwalt.

Es grüßt Sie freundlich

Jan Gregor Steenberg


Rechtsanwalt Jan Gregor Steenberg, LL.M.
Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz

Rückfrage vom Fragesteller 20.03.2013 | 17:26

sollte ich mir einen anwalt nehmen, oder denken sie die strafe fällt ohnehin gering aus?
Ist er nicht selber schul an der Verletzungd wenn er versucht sich des Regenschirms zu bemächtigen ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.03.2013 | 19:00

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass Sie der Fahrer des Busses verwiesen hat. Da er das Hausrecht hat, wäre insoweit auch ein Hausfriedensbruch denkbar. Bzw. haben Sie diesen ggf. bereits beim Einsteigen in den Bus ohne gültigen Fahrausweis (weil nicht dabei) begangen. Strafmaß: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe

Unterstelle ich einmal, dass sich der Busfahrer gegen Sie gewehrt hat, da Sie weiterhin im Bus geblieben sind, so sind wir ggf. in der Körperverletzung und hier kommt nochmals ein Strafmaß von Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe in Betracht.

Ob und welche Strafe ausgesprochen wird hängt nun wirklich vom konkreten Fall ab. Ohne die Kenntnis der Aussage des Busfahrers und der anwesenden Zeugen ist dies ein "Fischen in trüben Gewässern".

Wenn Sie ohne rechtfertigen Grund im Bus geblieben sind und es dann auch noch zu Handgreiflichkeiten kam, so bin ich der Meinung, dass dies eher zu Ihren Lasten geht.

Wie die Strafe ausfällt kann ich nicht sagen. Strafe wird immer individuell bemessen. Auch dazu benötigt man tiefergehende Informationen wie z.B. Ihren Bundeszentralregisterauszug (ist auch in der Ermittlungsakte). Ggf. spielt hier auch die Tatsache eine Rolle, dass Sie betrunken waren.

Wenn Sie bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, so würde ich davon ausgehen, dass die Strafe überschaubar bleibt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie zu Unrecht beschuldigt werden, so sollten Sie einen Anwalt konsultieren, allein schon deshalb, dass dieser Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen kann und Ihnen dadurch eine deutlich präzisere Auskunft erteilen kann.

Bitte übersehen Sie aber nicht die Möglichkeit des Busfahrers (bzw. seiner Krankenversicherung) Sie wegen der möglichen Körperverletzung auch zivilrechtlich anzugehen. Dies kann unter Umständen erhebliche Kosten verursachen. In dem Fall, dass Sie den Busfahrer nachweislich geschädigt haben, müssten Sie zivilrechtlich für die entstandenen Schäden (insb. auch Krankenhauskosten etc.) aufkommen.

Es grüßt Sie freundlich

Jan Gregor Steenberg

ANTWORT VON

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