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Hausfriedensbruch in einer Diskothek


21.05.2007 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

an einem Samsatg hatten wir in einer Diskothek ein wenig über den Durst getrunken (1,8 pm). Als wir die Diskothek verlassen wollten, stellte einer von uns fest, dass ihr ganzes Geld und ihre Verzehrkarte weg waren.
Daraufhin habe ich mich eingesetzt und wollte die verantwortlichen sprechen....... Langes hin und her und schliesslich habe ich mich an der Kasse, nach dem ich ohne Probleme meine Karte bezahlt hatte, in eine Ecke gesetzt und bin mehr oder weniger in einen Sitzstreik getreten.

Es kam wie es kommen musste. Die Türstehen haben mich gepackt und unsanft vor die Tür gesetzt.

In der Zwischenzeit war dann auch die Polizei vor Ort und hat meine Personalien aufgenommen.

Zur Aufklärung, was nun passieren wird, haben sie eine Anzeige wg. Hausfriedensbruch angekündigt. Der Anhörungsbogen ist nun eingetroffen (gem Par. 123 StGB).

Ich möchte so unkompliziert und günstig wie es geht aus der Sache herauskommen

Meine Fragen:
1. Soll ich den Bogen mit meinen Pflichtangaben ausfüllen und zurück schicken? oder mehr?
2. Was soll ich ankreuzen? "Ich gebe die Straftat zu", "Ich möchte mich äussern", "Einstellung des Verfahrens gegen Geldbusse" (wieviel kann das sein?)oder sonst etwas?
3. Was kann maximal passieren? (Vorstrafen gibt es keine)
4. Was gilt es sonst weiterhin zu beachten?

Vielen Dank.

Gruss
Joergel

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich wäre es zunächst einmal interessant zu wissen, ob Sie aufgefordert wurden die Lokalität zu verlassen bzw. was sich genau abgespielt hat.

Nicht nur das widerrechtliche Eindringen, sondern auch das unbefugte verweilen entgegen der Aufforderung eines Berechtigten kann den Tatbestand des § 123 StGB erfüllen.
Hausfriedensbruch wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet. Bei Ihrer Schilderung könnte unter Umständen eine Einstellung des Verfahrens (evt. mit Auflage)b zw. eine geringe Geldstrafe (von etwa 20 Tagessätzen in Betracht kommen.

Als Beschuldigter haben Sie grundsätzlich das Recht zu schweigen, Sie müssen sich nicht selbst belasten. Lediglich Angaben zur Person (Name, Wohnort, etc.) müssen Sie machen. Weitere Ausführungen zum Vorgehen bedürfen einer detaillierteren Sachverhaltsschilderung (siehe oben).

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 21.05.2007 | 17:52

Hallo,

danke für die schnelle Antwort.

a) ich wurde aufgefordert das Lokal zu verlassen.
b) soll ich unter schilderung des Sachverhaltes aus meiner Sicht die Tat zu geben? Was empfehlen Sie, wenn ich es so schnell wie möglich loswerden will? ggf "Einwilligung in Bussgeld"?
c) der sachverhalt war wirklich so einfach wie oben geschildert. Ich habe meine Rechnung bezahlt und einer Freundin war - warum auch immer - die Verzehrkarte und das Geld abhanden gekommen. Das versuchte ich zu regeln. Da man immer nur auf das Schild "Verlust der Karte wird mit x€ berechnet" gezeigt hatte wollte ich den GF sprechen oder die Daten der Gesellschafter haben um mich zu beschweren. Da dies nicht geschah bin ich in den Sitzstreik getreten und wurde aufgefordert zu gehen, was ich nicht getan habe bis ich dann hinaus befördert wurde.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.05.2007 | 18:37

Sehr geehrter Fragesteller,

dann liegt natürlich der Tatbestand vor. Es ist davon auszugehen, dass mehrere Zeugen (Türsteher) die Sache so bezeugen werden, die Tat also klar nachweisbar ist. Normalerweise würde ich Ihnen raten nur Angaben zur Person zu machen, einen Verteidiger vor Ort aufzusuchen und vor einer Äußerung über diesen Akteneinsicht zu nehmen. Da es sich eher um eine Kleinigkeit handelt, könnten Sie folgendermaßen vorgehen um Kosten zu sparen.

1. Bei vorgenannter Tat handelt es sich um ein Antragsdelikt. D.h. der Geschädigte muss Strafantrag stellen. Zieht er diesen zurück, wäre dies am günstigsten für Sie. Versuchen Sie die Geschäftsleitung der Diskothek zu kontaktieren und bitten Sie diese den Strafantrag bei der Polizei zurückzunehmen. Eine Entschuldigung Ihrerseits könnte hilfreich sein.

2. Fruchtet dies nicht, so machen Sie einfach Angaben zur Sache. Schildern Sie auch den Grund weshalb Sie sitzen geblieben sind.
Sie sollten auch etwas zur Entschuldigung und Reue schreiben.
In aller Regel dürfte die Sache bei so einem Sachverhalt eingestellt werden (u.U. gegen eine geringe Geldbuße).

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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