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Hausfriedensbruch im Zelt

08.07.2019 15:29 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Moin,
ich bin zur Zeit auf einem Campingplatz und habe hier jemanden kennengelernt. Als ich ihn gestern zum Fußballspielen abholen wollte, habe ich sein Zelt gesucht. Ich wusste nur in etwa, wo sein Zelt zu finden ist.

Ich habe mich dann einem Zelt genähert, von wem ich recht sicher war, dass es seins sein müsste. Es war ein etwas größeres Zelt. Ich habe "Hallo" gesagt und den Reisverschluss etwas aufgemacht, um mich rein zu beugen. Ich weiß, dass das etwas voreilig war, aber ich habe mir nicht viel dabei gedacht.
Jedenfalls habe ich dann schnell gesehen, dass niemand drin war und habe mein Kopf wieder raus gezogen und habe im gleichen Moment gesehen, dass die Nachbarin auf mich zu marschierte. Sie war sich gleich sicher, dass ich etwas Böses beabsichtigt haben muss. Dass ich etwas klauen wollte oder so.
Jedenfalls hat sie gesagt, dass man das nicht darf und als ich ihr die Sache erklären wollte, waren ihr meine Erklärungsversuche alle egal. Mir wurde dann recht schnell klar, dass ich wohl am falschen Zelt stand.
Ich bin erst einmal zu meinem Platz gefahren, weil ich mit der Situation überfordert war. Und habe es kurz sacken lassen, und bin dann nochmal zu der Frau hingefahren, um mit ihr zu sprechen. Sie hatte sich schon gleich mit 2 anderen Nachbarn darüber unterhalten und ich wollte es dann nochmal erklären. Dass ich ja eigentlich nur jemanden gesucht habe. Aber das war egal. Und heute morgen kam dann die Polizei und hat gesagt, dass ich vorgeladen werden würde, wegen Hausfriedensbruch und womöglich versuchten Diebstahls.

Klar, war es voreilig, das Zelt zu öffnen. Aber ich habe nichts böses vorgehabt, wollte nur jemanden abholen, und habe nicht damit gerechnet, dass ich deswegen gleich so viel Ärger am Hals haben würde. Ich habe die Person, die ich gesucht habe, seitdem noch nicht wieder gesehen, und ich vermeide es gerade, wieder an den Ort zu gehen, um nach ihn zu suchen. Es ist mir einfach sehr unangenehm und peinlich.

Ich weiß immer noch nicht so recht, wie ich das ganze einordnen kann und was ich tun sollte und was nicht.
Kann jemand etwas dazu schreiben? Vielen Dank im Voraus!
08.07.2019 | 16:02

Antwort

von


(847)
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Zunächst ist es korrekt, dass ein Hausfriedensbruch im Sinne des § 123 StGB auch an einem Zelt begangen werden kann, da das Zelt seiner Bestimmung nach zum zumindest vorübergehendend als Unterkunft für Menschen gilt.

Nach Ihrer Schilderung haben Sie jedoch nicht vorsätzlich gehandelt, da Sie davon ausgingen dass es sich um das Zelt Ihres Bekannten handelte, der mit einem Besuch durch Sie einverstanden gewesen wäre.

Ich gehe nach Ihrer Schilderung zudem davon aus, dass der Polizei Ihre Personalien bekannt sind und die Zeugen Sie wiedererkennen würden.

Insofern macht ein Bestreiten des Eindringens in das Zelt nicht viel Sinn.

Anzuraten wäre grundsätzlich eine wahrheitsgemäße Aussage dahingehend, dass Sie die kennengelernte Person zum Fussball abholen wollten.

Hierbei wäre es natürlich positiv für Sie, wenn Sie diese Person benennen könnten und die Person Ihre Angaben bezüglich des Kennenlernens etc bestätigen könnte.

Sollten Sie hingegen mit dem Gedanken einer anwaltlichen Vertretung im Verfahren spielen, so würde ich Ihnen empfehlen, die Aussage zu verweigern und zunächst den Rechtsanwalt dort Akteneinsicht beantragen zu lassen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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