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Hausfriedensbruch / Ladendiebstahl


07.11.2006 23:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Hallo,
ich schäme mich sehr, aber ich muss es los werden, da ich sehr große Angst habe.
Im Januar 2005 wurde ich bei einem Diebstahl im Supermarkt erwischt, musste ich dort unterschreiben, dass ich es gemacht habe und danach habe ich eine Geldstrafe bezahlen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, aber ich glaube ich hatte auch ein Hausverbot. Ich weiß auch nicht mehr für wie lange. Das Ganze war mir so peinlich, dass ich es schnell vergessen wollte und habe alle Papiere weggeschmießen.
Ich war leider aber so doof und bin wieder in dieses Laden reingegangen (allerdings in einer anderen Stadt so ca. 8 km entfernt). Und fragen Sie mich nicht warum, aber ich habe mir wieder Lebensmittel in die Tasche reingesteckt. Das hat natürlich ein Verkäufer/Filialenleiter gesehen und mich auch erkannt (nach so langer Zeit!). Wie peinlich!!! Er sagte, dass er mich erkannt hat, ich soll alle meine Sache aus der Tasche rausnehmen und dass ich einen Hausfriedenbruch gemacht habe und da er meine Daten in dem anderen Büro hat, soll ich von hier ganz schnell verschwinden. Ich habe mich so geschämt, dass ich das gemacht habe und bin ganz schnell aus dem Laden gegangen.
Jetzt habe ich ein Schreiben von dem Geschäft erhalten:
"Ladendiebstahl / Ergreifungsprämie
Am 7.10. sind Sie bei der Entwendung von Waren in unserer Filiale gestellt worden. Wir erheben eine Forderung i.H.v.50, die von uns als Ergreifungsprämie gezahlt wird. Wir fordern Sie hiermit auf, die Zahlung bis 8.11. zum vorzunehmen. Sollte kein Zahlungseingang erfolgen, werden wir den Betrag einschl. entstehender Kosten einklagen und einziehen lassen."
Ich habe jetzt große Angst. Kann ich vielleicht an das Geschäft schreiben, dass ich gar nicht da war? Ich habe da doch nichts unterschrieben. Aber trotzdem der Filialenleiter hat meine Adresse. An diesem Tag war ich tatsächlich auch in Holland. Ich habe da getankt, ich habe was bei Aldi gekauft. Deshalb spiele ich schon mit solchen Gedanken. Das ist vielleicht blöd, aber ich habe Angst das Ganze zuzugeben.
Ich kann mit 99,9% sagen, dass es dort keine Kameras gibt. Nur wie sieht es damit aus, der Filialenleiter als Zeuge? Damals habe ich Lebensmittel für sagen wir 5,- € geklaut. Jetzt hat er doch keinen Betrag. Ich weiß es einfach nicht...
Ich werde sowas nie wieder tun, aber jetzt habe ich gemacht und ich weiß nicht was ich machen soll.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen - vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte.

Es ist als erstes auf jedenfall davon auszugehen, dass bei Ihrem ersten Diebstahl im Supermarkt auch ein Hausverbot gegen Sie ausgesprochen wurde, da dies bei Diebstahl normalerweise immer geschieht.
Gegen dieses Hausverbot haben Sie dann natürlich durch das Betreten und den zweiten Diebstahl verstoßen.

Ich kann Ihnen hier nur dringend davon abraten den ganzen Vorgang zu leugnen. Der Filialleiter hat sie hier eindeutig identifiziert und ist darüber hinaus auch noch im Besitz Ihrer Adresse.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Filialleiter und die Supermarktkette die Angelegenheit bei Nichtzahlung der Ergreifungsprämie auf sich beruhen lassen würden.
Sie sollten also wirklich schnellstmöglich die Zahlung, auch wenn Ihnen der ganze Vorgang verständlicherweise sehr unangenehm ist, vornehmen.

Zwei allgemeine Hinweise möchte ich Ihnen noch geben.
Bewahren Sie in Zukunft solche Unterlagen immer sehr sorgfältig auf, dies vereinfacht die rechtliche Beuerteilung enorm und Sie wissen genau, was Ihnen noch erlaubt ist.

Auch muss ich Sie noch kurz auf die Möglichkeit einer Strafanzeige durch die Supermarktkette hinweisen, da Sie gegen die §§ 123, 242 StGB verstoßen haben. Ob eine solche Anzeige bei diesem geringem Betrag überhaupt erfolgt und diese Anzeige von der Staatsanwaltschaft weiterverfolgt wird, lässt sich jedoch schwer abschätzen.
Eine schnelle Zahlung der eingeforderten Summe sollte auch dieses Risiko wenigstens etwas senken können.
Sollten Sie zu diesem zweiten Vorfall eine Vorladung oder einen Strafbefehl bekommen, rate ich Ihnen einen Anwalt aufzusuchen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt
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