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05.12.2005 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein Vater ist vorgestern verstorben, 2. Mal verheiratet, aber getrennt von seiner neuen Frau lebend. Haus wurde von ihm vor der Ehe gekauft und er steht alleine im Grundbuch. Wer erbt es jetzt.Sie hat Schlüssel vom Haus und läß uns nicht rein. Haben ein Org. von der zweiten Frau unterschriebenen Brief, wodrin steht, dass sie auf Erbteil, Lebensversicherungen, Zugewinn usw. verzeichtet von 2004. Er ist noch nichtmal unter der Erde, weil sie es anders will als wir Kinder, haben nur mdl. Aussagen von meinem Vater zwecks seiner Beerdigung.
Vielen Dank im voraus.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

Ob das Haus vor der Ehe gekauft wurde, ist hier erst einmal ohne Belang. Denn es sind ja nicht die Folgen einer Scheidung, sondern des Erbfalls zu beurteilen.

Ich verstehe Ihre Anfrage so, dass kein Testament vorlag. Dann gilt mit der gesetzlichen Erbfolge: Die 2.Ehefrau Ihres verstorbenen Vater erbt zunächst einmal unabhängig vom Güterstand neben Verwandten der 1.Ordnung zu 1/4(§ 1931 BGB). Lebte der Ehegatte mit dem Verstorbenen im gesetzlichen Zustand der Zugewinngemeinschaft, so erhöht sich der gesetzliche Erbteil –unabhängig vom tatsächlichen Zugewinn- i.d.R. um eine weitere Viertel der Erbschaft (§ 1371 BGB). Vom Ehegattenerbrecht gibt es die Ausnahme des § 1933:

kursiv
1Das Erbrecht des überlebenden Ehegatten sowie das Recht auf den Voraus ist ausgeschlossen, wenn zur Zeit des Todes des Erblassers die Voraussetzungen für die Scheidung der Ehe gegeben waren und der Erblasser die Scheidung beantragt oder ihr zugestimmt hatte. 2Das Gleiche gilt, wenn der Erblasser berechtigt war, die Aufhebung der Ehe zu beantragen, und den Antrag gestellt hatte. 3In diesen Fällen ist der Ehegatte nach Maßgabe der §§ 1569 bis 1586b unterhaltsberechtigt.
kursiv
die bei reinem Getrenntleben aber nicht vorliegt.

Hinsichtlich des von Ihnen wohl angedachten Erbverzichts kann ich Ihnen nicht viel Hoffnung machen. Denn dieser Bedarf gem. § 2348 BGB der notariellen Beurkundung, die ja wohl vorliegend, Sie berichteten von einem Brief, nicht gegeben ist.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

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