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Hauseigentum nach Scheidung


04.04.2007 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Nach der Trennung von meinem Mann 2001 bin ich aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.Eine Nutzungsentschädigung für meine ideelle Haushälfte habe ich bis dato nicht von ihm erhalten. Trotz mehrfacher Versuche konnte bisher das Haus nicht verkauft werden, da meine Schwiegereltern Wohnrecht für die Einliegerwohnung besaßen. Juli 2005 wurde unsere Ehe geschieden. Aufgrund der damaligen Verkaufssituation des Hauses haben wir das Haus nicht zum Gegenstand der Scheidung gemacht. Nun sind meine Schwiegereltern verstorben und das Haus steht wieder zum Verkauf. Da wir beide Eigentümer und Darlehensnehmer bei der Bank sind, habe ich bisher natürlich auch meinen Anteil in Form von Beiträgen für eine Lebensversicherung gezahlt, die zur Tilgung dienen soll. Mein Ex-Mann meint nun, dass ihm die Hälfte eines eventuellen Überschusses beim notwendigen Rückkauf der Versicherung zusteht, wenn das Haus verkauft ist. Ich sehe das nicht ganz ein, zumal ich bisher keine Nutzungsentschädigung erhalten habe und mein Ex-Mann sich zudem bei der Bestreitung der notwendigen Ausgaben für unseren Sohn, der in diesem Jahr sein Studium anfangen will, auf das Minimum beschränkt hat.
Welche Möglichkeiten habe ich, um mich zu wehren?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihr Interesse an der Online-Rechtsberatung.
Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich gerne Ihre Rechtsfrage. Ich muss Sie vorab darauf hinweisen, dass ich dabei zwar von dem Sachverhalt ausgehe, wie er von Ihnen mitgeteilt wurde, dass sich meine Auskunft aber eben nur darauf beziehen kann. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung wäre für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden. Eine in Ihrem Interesse notwendige umfassende Beratung kann angesichts der komplizierten Rechtsmaterie am besten von einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt ( oder einer Anwältin) gegeben werden, der dann auch vor Ort für Sie außergerichtlich und gerichtlich tätig werden könnte.

Grundlegend kann ich Ihnen vorab folgendes mitteilen: Ein Anspruch auf Nutzungsentschädigung kann erst ab dem Zeitpunkt verlangt werden, ab dem der ausgezogene Ehegatte (also Sie) den anderen Ehegatten eindeutig zur Zahlung aufgefordert hat. Ohne ein deutliches Zahlungsverlangen kann der Anspruch nicht geltend gemacht werden. Der in dem Haus verbleibende Ehegatte muss sich rechtzeitig auf die entstehende Belastung einstellen können. Er darf daher nicht für die Vergangenheit mit Ansprüchen konfrontiert werden, die ihm nicht rechtzeitig bekannt gegeben wurden. Haben Sie einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung geltend gemacht, und wurde dieser noch nicht befriedigt, können Sie den entsprechenden Betrag von Ihrem Mann - notfalls im Wege der Aufrechnung gegen den hälftigen Überschuss aus dem Rückkauf der Lebensversicherung - fordern. Hierfür sind die Zivilgerichte zuständig.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Anfrage eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Ulrike Fürstenberg
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2007 | 18:23

Mein Ex-Mann wird bei einer Auseinandersetzung wieder anbringen, dass er nicht genug Einkommen hat um meine Forderungen zu begleichen (er hat eine eigene Arbeitsvermittlungsagentur). Bereits beim Kindesunterhalt hat er keine Kooperation bezüglich seines Einkommens gezeigt. Wie kann ich sichergehen, dass er eine realistische Aussage über seine Einkünfte leistet?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2007 | 19:41

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn gegen Ihren Ex-Mann ein Anspruch besteht, können Sie diesen gerichtlich geltend machen, wenn er nicht freiwillig zahlt. Gewinnen Sie den Prozess, haben Sie gegen Ihren Mann einen Zahlungstitel, aus dem Sie vollstrecken können. Erst bei der Zwangsvollstreckung aus diesem Titel wird sich herausstellen, ob bei Ihrem Mann etwas zu holen ist. Wollen Sie vorher wissen, ob Sie bei Ihrem Mann etwas holen können, können Sie Ihren Sohn vorschicken: er kann seinen Vater auf Auskunft verklagen ( vor dem Familiengericht), wenn dieser nicht freiwillig oder nicht vollständig oder wahrheitsgemäß Auskunft erteilt. Dieser Auskunftsanspruch steht ihm zu, damit er seinen Unterhaltsanspruch beziffern kann. Zur Auskunftserteilung muss sein Vater Belege vorlegen. Ein auf Familienrecht spezialisierter Anwalt kann aus den Belegen entnehmen, ob die Auskunft plausibel erscheint, oder ob weiterer Erklärungsbedarf besteht, und wo man noch nachhaken sollte.
Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Fürstenberg
Rechtsanwältin



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