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Hauseigentümergemeinschaft...


03.12.2014 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir leben in einem Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen, wovon mein Mann und ich bereits 2 Wohnungen bewohnen.

Vor neun Jahren ist eine Familie aus dem Haus ausgezogen.
Seitdem wurde die Wohnung weder verkauft noch vermietet, aber in allen Belangen, die die Hauseigentümerschaft betreffen funken sie dazwischen.
Sie wollen nichts investieren, wollen, dass alles beim alten bleibt etc.

Sie als Anwälte wissen sicher, was ich mit etc. meine. Nähere Ausführungen kann ich bei bedarf gerne angeben.

Vor ein paar Monaten ist ein weiterer Wohnungseigetümer aus dem Haus ausgezogen.
Dieser wird vorraus. seine Wohnung wohl vermieten, so sagt er.
Aber in allen anderen Belangen tut er es der ersten Familie gleich.

Seit ein paar Monaten werde ich regelrecht gemobbt, so kommt es uns vor.
Sobald mein Name auftaucht, bei Veränderungen, Anschaffungen, Dienstleistungen etc. wird sofortiger Stillstand verlangt oder, wie im jüngsten Fall, so lange eine Antwort herausgezögert, bis ich schließlich einknicke. Nähere Ausführungen auch hier gerne auf Anfrage.

Entschuldigen Sie bitte diese lange Ausführungen, nun meine Frage:

Gibt es
A: die Möglichkeit, die Eigentümer zu Vermietung/Verkauf zu bringen?
Gibt es evtl. Auflagen, die Eigentümer erfüllen müssen, auch wenn sie nicht mehr im Haus leben.
Vom Hausflur putzen (ständiges Streitthema) mal abgesehen. Wasser, Heizung etc.
Wie ist das bei Fragen wie Abschreibung beim Finanzamt? Ist es möglich, dass ich beim Finanzamt melde, dass für die Wohnung über mir keinerlei Anstrengungen unternommen werden, diese zu veräußern? So hat man es ja warscheinlich all die Jahre zwecks Abschreibung (die Eigentümer besitzen ausserhalb noch eine eigene Firma) angeben
Verstehen Sie mich richtig, diese Leute machen uns das Leben schwer und ich möchte lediglich auf völlig legalem Weg Möglichkeiten finden, wie wir den Spieß mal umdrehen können.
Gibt es noch andere Dinge, an die ich gerade nicht denke???

B: einen Weg, gegen dieses Mobbing vorzugehen?

Wir sind starr vor Verzweiflung, da es in unserem Eigenheim so einfach nicht mehr gemütlich ist.

Einsatz editiert am 03.12.2014 10:59:47
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer ergeben sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz.
Nach § 14 I WEG ist jeder Wohnungseigentümer verpflichtet, die im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile so instand zu halten und von diesen sowie von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, dass dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwächst.

Es besteht daher eine Pflicht zum schonenden Gebrauch des Sondereigenzums, nicht aber überhaupt eine grundsätzliche Gebrauchspflicht. Sie werden daher die Eigentümer nicht zwingen können, die Wohnung zu vermieten oder sonst zu bewohnen.

Andererseits dürfen auch keine Beeinträchtigungen von der Wohnung ausgehen. Kommt es also z.B. zu Feuchtigkeitsmängeln am Gebäude, weil die Wohnung etwa nicht beheizt wird, so können Schadensersatzansprüche gegen den Eigentüber entstehen.

Selbstverständlich bleiben die Eigentümer zur Zahlung der Wohngelder und sonstigen Kosten verpflichtet. Die Nebenkosten müssen also anteilig mitgetragen werden.

Eine Intervention gegenüber dem Finanzamt kann ich nicht empfehlen, zumal Ihnen nicht bekannt ist, welche Angaben dort überhaupt vorliegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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