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Hausdurchsuchung 'Gefahr in Verzug' - keine Beschlagnahmung beim Wohnungsbesitzer

| 09.07.2018 16:51 |
Preis: 48,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Zusammenfassung: Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Betäubungsmittelverstoßes ist mangels hinreichenden Tatverdachts einzustellen, wenn sämtliche in der durchsuchten Wohnung gefundenen Betäubungsmittel anderen Personen zugeordnet werden können.

Sehr geehrte Damen und Herren,
am Samstag morgen (4.00 Uhr) klingelte die Polizei, die aufgrund einer Ruhestörung durch zu laute Musik gerufen wurde, an meiner Tür. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Person und sieben andere Personen in meiner Wohnung.

SCHILDERUNG
Die Beamten (mind. 5) betraten sofort, begründet durch "Gefahr in Verzug", meine Wohnung. Die Begründung lautete, dass Sie wegen einer Ruhestörung gerufen wurden und vor der Tür den Geruch von Cannabis wahrnehmen konnten. Ebenso wartete ein Hund im Auto. Es wurden diverse Betäubungsmittel sichergestellt, jedoch gehörten Diese allesamt zwei der anwesenden Personen, die dies auch direkt angegeben haben und später das Protokoll mit der Auflistung dieser Substanzen unterschrieben haben. (Eine der beiden Personen wurde im Anschluss mit auf das Polizeirevier genommen, jedoch nach einer Stunde wieder auf freien Fuß gelassen.) Nachdem die Substanzen der beiden Personen in Gewahrsam genommen wurden, mussten alle weiteren Personen ihre Taschen leeren und wurden durchsucht. Es wurde nichts weiteres gefunden, auch bei mir nicht. Selbstverständlich wurden alle Personalien aufgenommen. Daraufhin wurde "zu meinem Besten" ein Hund durch die Wohnung geschickt, der jedoch auch keine weiteren Substanzen o.ä. finden konnte.
Die Personen mit den verbotenen Substanzen haben angegeben alle Substanzen zum Eigenkonsum dabei zu haben.

Zum Abschluss der Untersuchung bat mich die Hauptkommissarin mit nach draußen zu ihrem Wagen zu kommen um das "Durchsuchungsprotokoll" zu unterschreiben.
Unter Punkt 2 "Betroffener" ist mein Name angegeben, sowie ein Kreuz bei Verdächtiger (gem. §102 StPO).
Unter Punkt 3 "Straftat oder Ermittlungssache" steht Verstoß gegen BtMG.
Durchsuchungsgrund (Punkt 4) ist gemäß des Protokolls "Auffinden von Beweismitteln/Einziehungsgegenständen).
Unter Punkt 9 "Durchsuchungsergebnis" wurde das Kreuz bei "Es wurden die im Verzeichnis aufgeführten Gegenstände gefunden" gesetzt. (Mir wurde weder ein Verzeichnis zur Unterschrift vorgelegt, noch ausgehändigt)

FRAGE
Was wird erwartungsgemäß auf mich zu kommen? Womit habe ich zu rechnen? (Bei mir wurde nichts gefunden, weder am Körper noch in der Wohnung)

Auf Nachfrage bei der Hauptkommissarin, womit ich zu rechnen hätte als Wohnungseigentümer, antwortete Sie sinngemäß mit: "Nichts!"

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Sehr geehrter Anfragender,

ich bedanke mich für Ihre Frage und darf Ihnen diese folgendermaßen beantworten:

Angesichts der Tatsache, dass sämtliche der in ihrer Wohnung aufgefundenen Betäubungsmittel den beiden anderen während der Hausdurchsuchung in der Wohnung anwesenden Personen zugeordnet werden konnten bzw. diese jeweils den Besitz der Betäubungsmittel einräumten, haben Sie hier mit einer Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts zu rechnen.
Dies bedeutet, dass Ihnen kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden kann und deshalb das derzeit gegen Sie wegen eines Betäubungsmittelverstoßes geführte Ermittlungsverfahren ohne negative Folgen für Sie (keine Eintragung im Bundeszentralregister oder Führungszeugnis) beendet werden wird.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen bei etwaigen Verständnisproblemen im Wege der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


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Bewertung des Fragestellers 09.07.2018 | 18:40

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