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Hausdurchsuchung Darknet

26.01.2020 20:37 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ermittlung wegen Vergehens nach § 29 BtMG

Hallo,

Gegen Person A wird wegen vermeintlichem Drogenbesitz ermittelt, diese erhält daraufhin eine Hausdurchsuchung.

Beschlagnahmt wurde eine geringste Menge Gras, das ein Kumpel von A am Abend zuvor geraucht hat, eine unbenutzte Bong, weitere Utensilien zum Rauch von Haschisch und Person A’s Laptop.

Angeblich soll Person A eine Bestellung von 5,5 G Hasch im Darknet „kurz vor oder am" soundsovielten (über ein Jahr her) bei den Vendoren „AB und/oder CD" gemacht und an ihre Adresse empfangen haben.

(teils schwammige Formulierungen)

Person A hat keinerlei Vorstrafen.

Es scheint komplett unverhältnismäßig eine Hausdurchsuchung bei so einer angeblichen und auch geringen Menge anzuordnen.
—> Wird das so normal gehandhabt?

Wie kann man beweisen, Person A habe die Bestellung getätigt zumal sie dies nicht getan hat? Oder dass die Bestellung überhaupt verschickt und dann empfangen wurde von A?
Was droht Person A nun weiter?

Person A‘s Ex hatte Zugang zum PC und teilte mit ihr den Briefkasten, so dass sie nun vermuten muss, dass er mit diesen Vorwürfen etwas zu tun hat.

Wie lange wird der Laptop behalten und wonach wird da eigentlich gesucht?

Wird Person A bestraft, trotz mangelnder Beweise gegen sie?
Wird die Führerscheinstelle informiert?


Danke!!!

Sehr geehrte Ratsuchende,

bei der Menge ist es wirkliich ungewöhnlich, dass eine Durchsuchung richterlich angeordnet worden ist.

Gegen A ist schon ein Eimittlungsverfahren anhängig, sodass eine Betrafung schon droht, die auf eine Geldstrafe hinauslaufen dürfte.

Aber das ist nur eine reine Prognose, da man die Akten komplett kennen müsste.

Auch dann kann erst die Beweislage beurteilt werden.

Der Zugang weiterer Person wird die Sache zugunsten von A beeinflussen.

Auf dem Laptop wird vermutlich nach den Verbinungen zum Verkäufer gesucht, auch zu anderen Personen, an die vielleicht Dorgen verkauft worden sind.

Das lässt sich aber alles nur spekulieren.

Für A gilt:

Keine Angaben machen. Jede Äußerung kann sich negativ auswirken, sodass Schweigen wirklich Gold ist.

Ein Anwalt sollte mit der Akteneinsicht beauftragt werden.

Erst dann ist der genaue Vorwurf, die Beweislage und die Verteidigungstrategie zu erkennen.

Erst dann sollte eine Stellungnahme abgegeben werden. A sollte bis dahin aber unbedingt schweigen.

Eine Bestrafung ist leider auch dann nicht ganz unwahrscheinlich, wenn die Beweislage für eine Verurteilung nicht ausreicht. Solche Fehlurteile gibt es nun einmal und es wäre einfach falsch, so etwas zu leugnen oder herunterzuspielen.

Die Führerscheinstelle kann informiert werden. Allein deshalb ist es wichtig, einen Anwalt einzuschalten.

Denn beim Drogenvorwurf kann die Führerscheinstelle eine Untersuchung anordnen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

Thomas Bohle, Oldenburg

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