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Hausdurchsuchung, Illegaler Waffenbesitz, BTM, TOR BROWSER , Internetrecht

24.11.2018 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Durchsuchung und Beschlagnahmung

Person A ist Unternehmer dessen Zuhause und Geschäftsräume wurden von der Kripo durchsucht.

Tatvorwurf: Person A soll versucht haben eine Waffe über das D. Net zu bestellen.
Das BKA soll dem Verdächtigen einen teil einer Waffe zugeschickt haben die sie nun vergeblich suchten.

Es ist jedoch so das kein E oder auch BTC Betrag oder ähnliches Überwiesen wurde. Auch hat Person A keine Ahnung von Tor Browsern oder Bitcoins.

Im Rahmen der Durchsuchung wurde zu Hause ein Springmesser Beidseitig geschliffen, das bei betätigung nach vorne schnellt gefunden, darüber hinaus wurde ein nicht unerheblicher hoher Geld Betrag beschlagnahmt das aus "illegaler quelle" stammen könnte laut den Beamten. Nun ist die Existenz bedroht weil Rechnungen im Unternehmen nicht bezahlt werden können es drohen Kündigungen seitens unserer Vertragspartner.

Ebenso wurden alle PCs beschlagnahmt, die für das Internet Unternehmen sehr wichtig sind ohne diese steht das Unternehmen still.

Der Teil der Waffe wurde nicht gefunden die das BKA verschickt hat.... Person A hat nichts erhalten und auch nichts mit der Sache zu tun.

Zudem muss hinzugefügt werden das ein Ablagevertrag aller Postdienste hier vor Ort vorliegen.

In den Geschäftsräumen im Büro wurden ebenso alle Pcs beschlagnahmt, wo ein Tor Browser installiert ist dabei wurden auch 0,25g kokain beschlagnahmt. Dort hat jeder Mitarbeiter zutritt.

Person A weiß jedoch wer der Täter war möchte diesen jedoch nicht belasten.

Vermutet wird das der Kripo nur dem Versand Adresse bekannt war. Aus den Geschäftsräumen heraus wurde vermutlich ein Phishing link seitens der BKA zugeschickt. Person xy loggte sich von einem anderen WLAN Netz ein und öffnete den Link des BKA kurz und löschte das meiste wieder. Geöffnet wurde es mit einem PC aus den Geschäftsräumen von Person A mit einem fremden WLAN Netz.

Inwieweit kann man die IP nachvollziehen?Wenn es ein fremdes Wlan Netzwerk ist.

Reichen diese Indizien für eine Verurteilung der Person A aus?
Was kommt auf Person A zu? bleibt es unter 90TS ?
es stehen 3 Straftaten im Raum.
1.Versuchter Kauf Waffe über D Net.
2. Unerlaubtes Springmesser
3.BTM

24.11.2018 | 19:01

Antwort

von


(721)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe ersteinmal davon aus, dass keine Vorstrafen vorliegen.

Ob Sie eine Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten erhalten oder aber noch eine Geldstrafe erhalten, hängt davon ab, was es für eine Waffe war, die erworben wurde.
Die Waffen sind in Anlage 2 des WaffG aufgeführt. Tragen Sie hier näher vor, um welche Waffe es sich handelte.

https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_2.html

Wenn es sich um eine Waffe nach 1.1 oder 1.3.4 handelt, dann sind es mindestens 6 Monate (§52 WaffG ).

Ich schätze alleine aus dem Besitz des Messers und des Kokains - losgelöst von der Waffe - ist mit einer Strafe von mindestens 90 Tagessätzen zu rechnen, wenn Sie keinen Anwalt einschalten!

Sie müssen sich dringend verteidigen und dürfen bis zur Akteneinsichtnahme durch den Anwalt keine Aussage tätigen! Dann muss eine Strategie entwickelt werden, in der aber ein entscheidender Punkt ist, den wahren Täter zu benennen - dies kann sein, dass das unumgänglich ist - es kann aber auch sein, dass nachgewiesen werden kann, wer alles Zugang zu den Räumen hatte und sowohl Eigentümer des Messers als auch des BTM sein kann. Ihnen muss nachgewiesen werden, dass Sie Eigentümer gewesen sind - könnten es auch andere Personen gewesen sein, so sehe ich hier eine Möglichkeit der Verteidigung - allerdings wie gesagt nur mit einer guten Strategie.


Die PCs werden solange beschlagnahmt, bis sie ausgewertet worden sind, das kann leider oftmals länger dauern - wenn also kein Backup vorliegt, kann das ein Problem darstellen. Hier muss kurzfristig mit der Polizei/Staatsanwaltschaft Kontakt aufgenommen werden.

Wie Sie sich verhalten sollten sehen Sie auch hier: https://www.youtube.com/watch?v=s3uhPT_O21s&t=1s





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.11.2018 | 19:52

Vielen dank für die Antwort .
Was passiert mit dem Geld?es kann nicht ganz einbehalten werden oder ?
Die Waffe wurde nicht erworben.Es wurde leidlich versucht eine zu bestellen.spielt das keine Rolle?9mm Schusswaffe war es.
Muss Person a nicht nachgewiesen werden das er die Waffe versucht hat zu kaufen?zu bezahlen und sich liefern zu lassen?ist die Beweislage nicht zu dünn für eine Verurteilung?

Das Messer wurde nicht geführt oder ähnliches.Trotzdem strafbar?es lag nur in der Whg von pers a.

Geschäftsräume sind für alle zugänglich alle Mitarbeiter usw. muss nicht auch dort der Nachweis seitens der kripo geführt werden wem es gehört.Es gilt doch die Unschuldsvermutung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.11.2018 | 09:34

Grundsätzlich darf das Geld nur einbehalten werden. wenn es durch eine Straftat erlangt wurde (73 StGB). Sie müssten also nachweisen, woher das Geld stammt und das es legal erworben wurde.


Ich hatte beim Messer nicht darauf gesehen, dass es nur zu Hause lag. Das Führen beinhaltet außerhalb des befriedeten Besitztums den Besitz. Aber das Hauptaugenmerk ist ohnehin auf die Waffe zu lenken. Hier reicht im Übrigen bereits der Versuch aus, auf die Lieferung kommt es nicht an.

Es gilt die Unschuldsvermutung, allerdings müssen Sie sich auch plausibel verteidigen, wie ich oben bereits ausgeführt habe, zumal es die Firma von Ihnen ist.

Ergänzung vom Anwalt 19.12.2018 | 00:45

Mehr zu dem Verhalten im Strafverfahren: https://www.youtube.com/watch?v=s3uhPT_O21s&t=80s

Ergänzung vom Anwalt 19.12.2018 | 00:45

Mehr zu dem Verhalten im Strafverfahren: https://www.youtube.com/watch?v=s3uhPT_O21s&t=80s

ANTWORT VON

(721)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
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