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Hausbaufirma vermittelt ein Grundstück im Gewerbegebiet

| 10.01.2019 21:19 |
Preis: 66,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Sehr geehrter Anwalt,

mein Mann und ich haben einen Hausbauvertrag mit dem Finanzierungs-/ und Grundstücksvorbehalt. Die Firma darf Grundstücke auch selbs vermaklern. Vor ein paar Wochen hat sie uns ein Grundstück vermittelt, welches nach mehreren Besichtigungen und Vergleichen unsere beste Wahl geworden ist. Nach dem wir den Besitzer persönlich getroffen haben und alle Fragen geklärt haben, sind wir alleine zur Gemeinde gegangen. Zur größten Überraschung liegt das Grundstück im Gewerbegebiet! Meine Frage ist: wenn wir das Grundstück kaufen und das Gebiet nicht ins Wohngebiet umgewidmet wird - dürfen wir dort überhaupt (ein Einfamilienhaus) bauen oder ist es verlorenes Geld? Wir sind nicht in Deutschland gross geworden, ich habe das Gefühl, fast betrügt zu werden.

Danke vorab.

Sehr geehrte Fragensteller,

man sollte bedenken, dass

a) entsprechend der Baunutzungsverordnung ist ein Bau im Gewerbegebiet an sich nicht genehmigungsfähig ist.

§ 8 BauNVO :

"1) Gewerbegebiete dienen vorwiegend der Unterbringung von nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben.
(2) Zulässig sind
1.
Gewerbebetriebe aller Art, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffentliche Betriebe,
2.
Geschäfts- , Büro- und Verwaltungsgebäude,
3.
Tankstellen,
4.
Anlagen für sportliche Zwecke.
(3) Ausnahmsweise können zugelassen werden
1.
Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsinhaber und Betriebsleiter, die dem Gewerbebetrieb zugeordnet und ihm gegenüber in Grundfläche und Baumasse untergeordnet sind,
2.
Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke,
3.
Vergnügungsstätten."

Vor Zahlung von irgendeiner Summe würde sich wenigstens die immer noch recht unsichere schriftliche Zusage seitens des Auftragnehmers anbieten, dass das Grundstück bebaubar ist, wie auch eine Bankbürgschaft zu verlangen für die Rückzahlung des Kaufpreises im Falle der Unbebaubarkeit.

Am besten vereinbart man im Grundstückskaufvertrag im Falle der Unbebaubarkeit mit einem Wohnhaus ferner ein vertragliches Rücktrittsrecht.

Vorrangig sollte man sich beim örtlichen Bauamt schriftlich hinsichtlich der Bebaubarkeit mit einem Wohnhaus rückversichern.

b) es möglich scheint, dass es sich nicht um die Vermittlung eines für einen durchschnittlichen Hausbauer "geeigneten Grundstücks" handelt. Zumindest, wenn das Gebiet doch eindeutig gewerblich geprägt ist.
Möglicherweise kann man das Angebot hier auch ohne Vertragsstrafen oder ähnliches zu fürchten umstandslos ablehnen.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 10.01.2019 | 22:00

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 10.01.2019 5/5,0
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