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Hausbau - nur einer steht im Grundbuch

03.05.2017 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo

Folgender Sachverhalt:

Person A bekommt ein Grundstück übertragen (Bearbeitung noch nicht abgeschlossen) von Person C (mit dem Vermerk, dass C ein Vorkaufsrecht beibehält).
Nun möchte A mit Ehepartner B zusammen auf diesem Grundstück ein Haus bauen.

B wollte sich, nachdem A im Grundbuch steht, durch B mit eintragen lassen.
Da C wollte, dass nur A im Grundbuch steht, müsste dies geschehen ohne das C davon Kenntnis erlangt. Um Streit zu vermeiden.

A meint aber, dass C auf jeden Fall informiert wird wenn noch jemand ins Grundbuch eingetragen wird, wegen dem vorhandenen Vorkaufsrecht.
Ist dies stimmig? Kann man dies umgehen?

Wenn A und B nun ein Haus auf dem Grundstück von A bauen und BEIDE den Kreditvertrag unterschreiben (einer alleine könnte die Belastung nicht tragen), wie sieht es im Falle einer Scheidung aus?
Geht B dann leer aus und hat das ganze investierte Geld verloren?

Im Internet steht, dass dem dem das Grundstück gehört auch das Haus gehört. Egal ob noch wer mit gezahlt hat. Grundstück und Haus seien eine Einheit und nur das Grundbuch zählt.

Wie kann B sich für die Zukunft absichern?

Danke

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

1)
Wenn C einen, z.B. hälftigen, Grundstücksanteil an B überträgt, wäre dies schuldrechtlich als Schenkung zu betrachten, welche mit dem Vorkaufsrecht des C, dessen genauer Inhalt im Detail zu prüfen wäre, kollidieren dürfte. Selbst wenn er fehlerhafterweise nicht automatisch benachrichtigt wird, dürfte C spätestens nach Bemerken der Baustelle auf dem Grundstück über eine Einsicht von entsprechenden Grundbuchänderungen erfahren, was nicht umgangen werden kann.

2)
Ob B im Falle einer Scheidung „leer ausgehen" würde, kann erst in Kenntnis der Einkommens- und Vermögensverhältnisse von A und B abschließend beurteilt werden, weshalb die Frage nach einer Absicherung für die Zukunft von einem Rechtsanwalt vor Ort, der ggf. auch die Interessen Bs gegenüber A vertreten kann, zu prüfen wäre. B wäre aber ohne Eintragung in das Grundbuch wegen der entsprechenden Formvorschriften (§§ 873, 925 BGB, 19 ff. GBO) nicht als Miteigentümer des Hausgrundstücks anzusehen, weshalb er sich im Hinblick auf seine Investition einem erheblichen Risiko aussetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2017 | 11:29

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Punkt 2 ist für mich soweit verständlich.

Punkt 1 verstehe ich leider nicht so ganz.
C würde B ja nichts vom Grundstück übertragen. C hat B das Grundstück übertragen (einen Teil des eigenen Grundstücks welches zuvor geteilt wurde).
A würde B etwas übertragen, also eine Übertragung unter Ehepartnern.
Oder war das gemeint?
Was in der Tat sehr ungünstig wäre.
Wenn C sich doch einverstanden erklären würde, und der Teil- Übertragung von A auf B zustimmen würde wäre es das einfachste...

Ich danke Ihnen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2017 | 12:15

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Ich habe mich oben auf die Übertragung zwischen den Ehegatten A und B bezogen, die als das Vorkaufsrecht des C beeinträchtigende Schenkung anzusehen wäre. In der Tat wäre es am einfachsten, wenn C diesem Vorhaben und damit dem gemeinsamen Hausbau zustimmt und ggf. auf sein Vorkaufsrecht verzichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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