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Hausbau auf dem Nachbargrundstück - was tun gegen Fenster?

06.07.2013 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

ich besitze ein Grundstück in Berlin in zweiter Reihe. Bisher hatten wir nur auf der rechten Seite einen Nachbarn. Nun wurde das Grundstück neben uns (linke Seite) verkauft. Die neuen Nachbarn haben nun mit dem Bau begonnen.
Die Baupläne, die jetzt tatsächlich gebaut werden, haben wir nie gesehen. Uns wurden im letzten Sommer Pläne vorgelegt, bei denen wir zustimmen sollten. Diese wurde naber wohl nicht genehmigt, wie mir ein dritter Nachbar erzählt hat.

Nun das eigentliche Problem:
der neue Nachbar hat jetzt ein Fenster im Erdgeschoss, dass genau auf unsere Terrasse beziehungsweise auf eins unserer Wohnzimmerfenster zeigt. Ich habe noch nicht genau herausbekommen, ob es sich um ein Gäste-WC oder ein Hauswirtschaftsrraum handelt.

Jetzt meine Frage: Darf der Nachbar das? Hätte ich da zustimmen müssen?

Bei den Fenstern im Obergeschoss kann ich glaube ich nichts machen, da ansonsten durch die Dachschräge die Belichtung nicht ausreichend wäre.

Stimmt das?

Wie muss ich weiter vorgehen, wenn der Nachbar das nicht darf?

Mit freundlichen Grüßem


Einsatz editiert am 06.07.2013 12:11:41

Einsatz editiert am 06.07.2013 15:45:41

Sehr geehrte Ratsuchende,


letztlich können Sie nur beim Bauamt vorstellig werden, um dort zu prüfen, ob der Bau sich an der Baugenehmigung orientiert.

Nur bei gravierenden Abweichungen von der Baugenehmigung (auch zu der Fensterlage) handelt es sich um einen sogenannten Schwarzbau und Sie könnten dann etwas unternehmen.


Sollte der Bau sich aber an die Baugenehmigung halten, werden Sie nichts unternehmen können:


Nach § 62 I Nr 11 BauO Bln sind Fenster und Türen sowie die dafür bestimmten Öffnungen genehmigungsfrei.

Nach dieser BauO wäre es also ansich zulässig (sofern nicht von der Baugenehmigung abgewichen worden ist).


In vielen Bundesländern regelt daneben das das jeweilige Nachbarrechtsgesetz den sogenannten „Abstand von Lichtöffnungen", wonach dann bestimmte Mindestabstände einzuhalten wären.

Hier besteht aber im NachbG Bln die Besonderheit, dass es dort einen entsprechenden Passus im Gegensatz zu einer Vielzahl anderer Nachbarrechtsgesetze gar nicht gibt. Sie haben also nach diesem Besetz in Ihrem Bundesland keinen Anspruch auf ein im Nachbarrecht verankerten Mindestabstand.

Auch das Nachbarrechtsgesetz verhilft Ihnen daher also nicht zu einer gewünschten blickdichten Terrasse/Wohnzimmerfenster.


Insgesamt können Sie also nur darauf hoffen, dass derart von der Baugenehmigung abgewichen worden ist, dass sich dann daraus etwas für Sie Positives ableiten lässt. Dazu sollten Sie beim Bauamt vorstellig werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/

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