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Hausbau-Festpreis nur durch Skonto erreicht


| 18.09.2007 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,

ich habe mit einem sogenannten Baudienstleister einen "Dienstleistungsvertrag" zur Erstellung eines Hauses geschlossen. (Er vermittelt mir Architekt, Statiker und Gewerke und stellt den Bauleiter.)
Das Ganze zu einem Festpreis.
Nun bekomme ich nach der Ausschreibung der Gewerke die Gebotsauflistung der Bestbietenden. Die Gebotsvergabe (durch meine Unterschrift)steht noch aus. Der verhandelte Festpreis wird aber nur erreicht, indem das ausgehandelte Skonto schon in den Preis eingerechnet wird. Das heißt, ohne Skonto kann der Dienstleister den Preis gar nicht erreichen. Und wenn ich nicht innerhalb der kurzen Zahlungsfristen die Rechnungen begleiche, kostet mich das Ganze dann noch einige Tausender MEHR.
Dazu ist noch zu bemerken, dass der Bauleiter die einzelnen Rechnungen (die ich selbst an die Handwerker begleiche) jeweils erst freigeben muss. Da er aber nicht vor Ort ist, fürchte ich, dass das zeitlich sowieso nicht hinhaut.
Im Vertrag - der sowieso etliche Unstimmigkeiten aufweist- ist das folgendermaßen formuliert:" Viele Handwerker gewähren Skonto. Der ausgehandelte Skonto dient zu 100% der Kostensenkung". Nun hat mir der Dienstleister natürlich vorher suggeriert, diese Skonto-Vorteile könne ich nutzen- wie bei jedem anderen Vertrag auch...
Tja- reingefallen?! Oder habe ich eine Handhabe, diese Rechnung anzufechten?
Vielen Dank für Ihre Antwort

-- Einsatz geändert am 18.09.2007 14:57:54

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Sie haben sich mit Ihrem Vertragspartner auf einen Festpreis geeinigt, wobei der ausgehandelte Skonto zu 100 % der Kostensenkung dient.
Vor diesem Hintergrund kommt man durch Auslegung des Vertrages zu der Annahme, dass ein Skontoabzug auch vereinbart worden ist.

Tatsächlich kommen Sie aber nicht in den Genuss des Skontoabzugs, da der Festpreis nur dadurch erreicht wird, indem das Skonto in den Preisen der Handwerker bereits enthalten ist.

An der vertraglich festgelegten Kostensenkung durch die Skontoabrede muss sich der Baudienstleister aber auch bei dem vereinbarten Festpreis festhalten lassen.

Insoweit müssen Sie die Rechnung nicht hinnehmen.

Ich rege an, einen Kollegen mit der Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2007 | 17:08

Sehr geehrter Herr Roth, danke zunächst für die schnelle Antwort.

Damit ich nichts falsch deute oder ich etwas falsch geschildert habe: der Hinweis auf das Skonto befindet sich auf dem Angebot direkt unter der Festpreissumme. Und dieses Angebot ist Vertragsbestandteil.

Ich zitiere:

Weitere Vorteile unseres Systems sind ...

Fast alle Handwerker bieten,
"Schnellzahlern" eine "Belohnung"
in Form von bis zu 5% Skonto.
Das ausgehandelte Skonto dient
zu 100% der Kostensenkung!

Zitat Ende

Gerade fällt mir noch die Feinheit auf:
dem ZAHLER wird Skonto in Aussicht gestellt- nicht etwa dem Angebotseinholer (Dienstleister).
Da ich ja die Rechnungen direkt an die Handwerker begleichen muss, hört sich das ja noch eindeutiger an- so dass sich nicht der Dienstleister die Kostensenkung "unter den Nagel reißen kann- richtig?
Oder ist das trotzdem noch zweideutig zu interpretieren?
Gruß


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2007 | 18:58

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag und der Konkretisierung des Sachverhalts.

Nach Ihren Ausführungen ist es eindeutig, dass Ihnen auch die Kostensenkung in Form des Skontos zugute kommt. Das ist insoweit eindeutig.

Wenn es Probleme mit dem Baudienstleister geben sollte, so setzen Sie sich mit mir in Verbindung.


Mit freundlichen Grüßen
aus Hamburg
RA K. Roth

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