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Haus wird übertragen an Ehefrau, Auszahlung an Geschwister

09.10.2014 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Schwiegervater besitzt zwei Häuser. Eins bewohnt er selbst und in dem anderen Haus wohnen wir als Familie mit zwei Kindern und bezahlen seit Jahren eine Miete, die unter dem ortsüblichen Satz liegt. Durch die ungeklärte Situation ist ein Sanierungsrückstau entstanden. Meine Frau hat noch drei weitere Geschwister.

Nun soll für das Haus, in dem wir wohnen, eine Regelung gefunden werden. Die Überlegung ist, dass mein Schwiegervater (80 Jahre alt) meiner Frau schon jetzt das Haus überträgt und die Geschwister dann gemäß ihres zu erwartenden Erbteils von uns ausgezahlt werden.

Die Auszahlung an die Geschwister und die erforderlichen Investitionen am Haus (erheblicher Sanierungsrückstau) sollen durch einen Kredit (100.000€ an Geschwister und 50.000€ Sanierung) finanziert werden, den ich mit unterzeichne.

Meine Fragen:
Wer ist nach der Übertragung und dem Auszahlen der Geschwister eigentlich Eigentümer des Hauses und mit welchen Anteilen? Meines Wissens fallen Erbsachen nicht unter den Zugewinn. Hier stehe ich aber mit einem Kredit mit ein.

Sollte ich aus Ihrer Sicht im Rahmen der notariellen Übertragung etwas schriftlich mit einbringen, um meine Interessen zu wahren?

Meine Sorge ist, dass ich im Falle einer theoretisch ja immer möglichen Trennung für die Kreditschuld weiterhin aufkommen muss, aber keinerlei Ansprüche an der Immobilie habe.

09.10.2014 | 10:00

Antwort

von


(407)
Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass Ihnen und Ihrer Ehefrau das Haus gemeinsam vom Schwiegervater übertragen wird. Bei einer Schenkung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge ist es allerdings üblich, dass lediglich das leibliche Kind beschenkt wird.

Die direkte Schenkung an Sie als Schwiegerkind ist auch aus zweierlei Sicht problematisch. Einerseits haben Sie bei einer Schenkung von Ihrem Schwiegervater lediglich einen Schenkungsfreibetrag von 20.000 €. Der darüberhinausgehende Schenkungswert unterläge dann der Schenkungssteuer. Darüber hinaus könnte der Schwiegervater im Falle einer Scheidung die Schenkung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage zurückfordern.

In Anbetracht des Umstandes, dass Sie hier die Geschwister mit auszahlen und ebenfalls den Kredit für die Sanierung mit übernehmen, käme hier eine sog. Kettenschenkung in Frage.

Der Schwiegervater schenkt Ihrer Ehefrau das Haus erst einmal alleine und Ihre Ehefrau überträgt Ihnen sodann die Hälfte des Hauses im Wege der Schenkung. Hier haben Sie dann einen Schenkungssteuerfreibetrag von 500.000 €.

Aus familienrechtlicher Sicht wäre dann die Schenkung Ihrer Ehefrau wohl aber als ehebedingte Zuwendung zu sehen. In dem Übertragungsvertrag an Sie sollte daher ausdrücklich klar gestellt sein, dass Sie diese Zuwendung auch für den Fall der Scheidung behalten sollen, weil Sie die Auszahlung an die Geschwister und die Sanierung mitfinanzieren.

Sollte das Haus an Ihre Ehefrau alleine übertragen werden und Sie dann kein Miteigentum von Ihrer Ehefrau übertragen erhalten, haben Sie im Falle der Scheidung dann aber spätestens nach Ablauf des Trennungsjahres gegenüber Ihrer Ehefrau einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Freistellung aus dem Kredit.

In diesem Fall wäre dann der Zugewinn zu klären. Bei einer Schenkung handelt es sich aber um privilegiertes Vermögen, welches im Zugewinn dann sowohl in das Anfangs- und das Endvermögen eingestellt werden würde. Sie würden in diesem Fall nur an der Wertsteigerung der Immobilie partizipieren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

(407)

Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
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