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Haus wird nicht warm, Kündigungsgrund?

19.10.2012 10:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Guten Tag,

wir haben einen Mietvertrag für ein Haus über eine Zeit von 5 Jahren abgeschlossen.
Im ersten Winter mussten wir feststellen, dass die Heizung dieses Haus aufgrund baulicher und heizungstechnischer Mängel nicht heizen konnte.

Wir haben das mit dem Vermieter besprochen, es wurde versprochen, die Hauptursache (mangelnde Dämmung des Daches) zu beseitigen.

Es ging lange hin- und her, der zweite Winter kam, aber es passierte nichts.

Dann verstarb auch noch der Vermieter, das Erbe ist noch nicht geklärt. Jetzt ist die Heizung vom Schornsteinfeger abgestellt worden, das Haus ist bis zur Behebung dieses Mangels nicht mehr bewohnbar. Wir haben eine Ansprechpartner, der aber noch keinen Erbschein hat, die Erbengemeinschaft scheint sich nicht einig zu werden.

Frage: Ist das alles ein ausserordentlicher Kündigungsgrund?
Unser Interesse ist, so schnell wie möglich diesen Vertrag zu beenden. Wir sind schon am ausziehen, Ende Oktober ist das Haus leer, wir möchten natürlich nicht die noch fehlenden 2,5 Jahre Miete bezahlen..

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Nach § 543 Abs. 2 Nr. 1 BGB steht dem Mieter das Recht zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages zu, wenn der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache ganz oder zum Teil nicht gewährt wird.
Die mangelhafte Heizleistung der Heizungsanlage aufgrund baulicher und technischer Mängel in der Vergangenheit über zwei Winter sowie der nunmehr erfolgte komplette Ausfall der Heizungsanlage durch das Abstellung der Anlage durch den Schornsteinfeger, was das Objekt aufgrund der Jahreszeit unbewohnbar macht, stellt einen erheblichen Mangel und somit einen wichtigen Grund dar, der meiner Erachtens mit Rücksicht auf die Vorgeschichte einen Grund zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages darstellt.

Da Sie letztlich bereits am Ausziehen sind, sollten Sie umgehend die fristlose Kündigung des Mietvertrages und zwar gegenüber der Erbengemeinschaft schriftlich erklären.

Falls die fristlose Kündigung des Mietvertrages nicht akzeptiert wird, sollten Sie zur Klärung der Rechtslage umgehend eine Feststellungsklage einreichen, denn schließlich geht um viel Geld, nämlich noch 2,5 Jahre an Mietzins. Auch empfehle ich, kurzfristig einen Anwalt einzuschalten.

Gerne stehe ich für eine Nachfrage zur Verfügung und verbleibe,

mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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