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Haus vor der Ehe

| 31.01.2015 20:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Eine Ehevertrag mit Regelungen zum Güterrecht bedarf der notariellen Form.

Sehr geehrte Damen und Herren,

2009 hat meine Frau ein Reihenhaus gekauft. Sie ist die Eigentümerin und Kreditnehmerin.
Das Haus wurde gemeinsam von uns renoviert. Ich habe ca. 25000€ Eigenkapital investiert. Gemeinsam haben wir viel Eigenleistung mit eingebracht. Die Finanzierung von 100000€ zahlen wir gemeinsam ab.
2014 haben wir geheiratet und möchten es jetzt schriftlich und fair regeln, was im Fall einer Trennung passiert und wer was bekommt. Vor der Ehe hatten wir einen Partnerschaftsvertrag.

Kauf 2009
Das Reihenhaus 130000€
Finanzierung 100000€
Frau Eigenkapital 40000€+ Eigenleistung
Mann Eigenkapital 25000€+ Eigenleistung

Wert vom Haus (Stand 2014 ) ca. 230000€
Geeinigt haben wir uns, dass meiner Frau 60% und mir 40% im Fall einer Trennung zustehen.


Wie können wir es am besten schriftliche Regeln und was muss man beachten ?


Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Ansatz ist zunächst völlig richtig. Über den gesetzlichen Zugewinn würden Sie während der Ehe zwar am Wertzuwachs teil haben, einen speziellen Ausgleich für die eingebrachten 25.000 € und die Eigenleistung gäbe es aber nicht.

§ 1410 BGB schreibt für den Ehevertrag in dem Sie Vereinbarungen zum Güterstand treffen können, notarielle Form vor. Sie können in einem notariellen Ehevertrag also genau regeln, welche Ausgleichsansprüche es im Fall der Scheidung geben soll. Da im Zugewinn alle Vermögenswerte, also nicht nur das Haus, eine Rolle spielen, sollte man hierzu eine präzise Regelung treffen. Man könnte etwa vereinbaren, dass im Fall der Scheidung der Verkehrswert des Hauses, abzüglich der Belastungen durch einen Sachverständigen ermittelt wird, wobei es Sinn macht diesen vorher festzulegen. Man kann dann vereinbaren das vom ermittelten Wert Ihre Frau Ihnen 40 % auszahlt. Das gilt natürlich nur wenn sie das Haus behalten würde. Im Verkaufsfall sollten Sie ebenfalls 40 % erhalten. Damit sollten Zugewinnausgleichsansprüche wegen des Hauses erledigt sein, es sei denn Sie wollen den Zugewinn insgesamt regeln, weil es außer dem Haus keine besonderen Werte gibt.

Der Notar berät Sie wegen der Formulierungen im Detail. Sie können im Ehevertrag natürlich noch andere Regelungen treffen, etwa zum Unterhalt oder zum Versorgungsausgleich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Bewertung des Fragestellers 31.01.2015 | 21:37

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