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Haus vor Erbeserbe schützen

23.02.2015 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Bruder und ich bilden eine Erbengemeinschaft und bewohnen (voraussichtlich beide) das geerbte Elternhaus. Mein Bruder hat zwei Kinder zu denen er keinen Kontakt mehr hat. Stirbt mein Bruder vor mir, würden sich dessen Kinder das Pflichtteil sicherlich auszahlen lassen. Da keiner von uns beiden sonderlich vermögend ist würde das wohl bedeuten, dass das Haus verkauft werden müsste. Ich habe natürlich keine Lust mir mit 70 Jahren oder älter eine neue Bleibe zu suchen. Kann man diesen Fall irgendwie verhindern (Wohnrecht) ?

23.02.2015 | 18:06

Antwort

von


(741)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Pflichtteilsrechte lassen sich grundsätzlich nicht verhindern. Die Entziehung des Pflichtteils kommt nur in den engen Grenzen des § 2333 BGB: Entziehung des Pflichtteils in Betracht. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Voraussetzungen vorliegen.

Der Pflichtteilsanspruch ist aber ein reiner Geldzahlungsanspruch. Die Kinder könnten also keinen Miteigentumsanteil am Haus, sondern "nur" einen Geldausgleich verlangen.

Schmälern ließe sich der Pflichtteil, wenn Ihr Bruder schon jetzt zu Lebzeiten, seinen Miteigentumsanteil an eine dritte Person überträgt. Dann wird der Wert des Nachlasses für jeden verstrichene Jahr um ein Zehntel geschmälert, § 2325 BGB: Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen . Die Schenkung bzw. Übertragung darf aber nicht bei gleichzeitiger Einräumung eines Wohnrechts erfolgen, da in diesem Fall die "Abschmelzungsfrist" nicht zu laufen beginnt. Es müsste also schon ein besonderes Vertrauensverhältnis bestehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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