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Haus verwahrlost

| 05.08.2015 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Nach dem Tod meiner Mutter 2002 wurde zunächst mein Stiefvater im März als Erbe für mein Elternhaus eingesetzt. Nach einigen Streitigkeiten habe ich einen notariellen Eigentumsvorbehalt über das Amtsgericht in das Grundbuch auf meinen Namen erwirkt.
Hintergrund war, dass meine Mutter immer wollte, daß ich mein Elternhaus nach dem Tode Ihres zweiten Mannes bekomme - er aber wiederum zu keinerlei Gesprächen bereit war. Nun ist er mittlerweile schon über ein Jahr in einem Altersheim und das Haus verwahrlost langsam. Unabhängig von der Optik - was den Garten betrifft - habe ich die Befürchtung, dass im kommenden Winter auch nicht mehr geheizt wird und es zu größeren Schäden kommt. Ich habe schon angeboten, das Haus jetzt zu übernehmen, damit er keine Fixkosten mehr hat. Leider hat er darauf nicht reagiert (um mich zu ärgern) und beabsichtigt offensichtlich das Haus zu seinen Lebzeiten noch verfallen zu lassen. Habe ich irgendeine Handhabe dagegen? Kann ich ihn zwingen das Haus "in Schuß" zu halten oder es alternativ schon jetzt an mich abzugeben um größe Schäden/ höhere Verluste abzuwenden?

Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung der Stiefvater als Erbe eingesetzt worden ist, kann dieser auch allein mit dem Haus nach Belieben verfahren, auch wenn es Ihnen - verständlicherweise - nicht gefallen kann.

Der Wunsch Ihrer Mutter ist offenbar nicht testamentarisch festgehalten worden, ist insoweit dann unbeachtlich.

Sie werden dann keine Möglichkeit haben, auf den Stiefvater einzuwirken, bzw. ihn dazu bringen, gegen seinen Willen Ihnen das Haus jetzt schon zu überschreiben.


Möglich ist (insoweit verdutzt etwas Ihre Mitteilung, dass eine Vormerkung eingetragen worden ist) allerdings, dass testamentarisch eine Vor- und Nacherbschaft verfügt worden ist; insoweit sollten Sie das Testament genau prüfen lassen.

Ist das der Fall, wäre (sofern die besondere Form der befreiten Vorerbschaft nicht vorliegt) Ihr Stiefvater verpflichtet, die Substanz der Erbschaft aber Ihnen als Nacherben zu erhalten. Dann hätten Sie einen Anspruch auf Erhaltung.

Einen Anspruch auf vorzeitige Eigentumsübertragung hätten Sie aber auch dann nicht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 11.08.2015 | 12:09

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Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn Ihnen schon keine Nachfrage einfällt, offenbar nichts mehr unklar ist, was bitte soll dann so eine unterdurchschnittliche (der Durchschnitt liegt bei 4,63) Bewertung?

MfG RA Thomas Bohle, Oldenburg