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Haus unter Wert verkaufen, machbar? Folgen? Versteuerung? Schenkung?

05.03.2014 16:40 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Zusammenfassung: Ein Hausverkauf zu Lebzeiten an die Stieftochter weit unter Wert ohne Bedenken der beiden leiblichen Kinder, wirft spezifische erb- und steuerrechtliche Fragen auf.

Hallo,

folgender Fall:

Der Stiefvater meiner Frau möchte sein Haus an uns verkaufen. Dies soll jedoch unter Wert erfolgen, da er kein Interesse an einem Gewinn hat sondern das Haus in Hände der Familie wissen will.

Es gibt keinen konkreten/gutachterlichen Wert für das Grundstück und das Haus. Grob geschätzt dürfte das aber bei rund 400.000 Euro liegen. Der Verkaufspreis an uns geht eher in Richtung 100.000-150.000 Euro.

Es gibt auch noch zwei leibliche Kinder des Stiefvaters...evtl. ist das ja noch wichtig (siehe Fragen).

Nun zu den Fragen:

1. Ist ein Verkauf unter Wert möglich? Soweit ich mich erinnere gibt es Vertragsfreiheit...also sollte möglich sein.
1.a. Spielen hier die leiblichen Kinder eine Rolle? D.h. könnten die rechtlich hier einschreiten wenn ein Verkauf unter Wert erfolgt?

2. Wenn unter Wert verkauft wird, wie sieht die steuerliche Bewertung aus? D.h. ist das dann eine teilweise Schenkung? Und wie wird damit steuerlich verfahren?
2.a. Spielt es eine Rolle WER kauft, d.h. muss explizit meine Frau als Stiefkind kaufen oder kann auch ich als Ehepartner des Stiefkinds kaufen oder kaufen meine Frau und Ich gemeinsam?
2.b. Spielen auch hier die leiblichen Kinder eine Rolle? D.h. wenn es eine teilweise Schenkung ist muss dann irgendein Ausgleich an die leiblichen Kinder berücksichtige/gezahlt werden?

Und dann die Frage: Gibt es sonst noch etwas zu berücksichtigen. D.h. irgendwelche Fristen die ggf. zu "Problemen" führen können. Also z.B. der Steifvater stirbt nach 1 Jahr nach dem Hauskauf gibt es da etwas zu beachten/Stolpersteine etc.?

ODER gibt es sonst noch Vorschläge wie man so etwas abwickeln kann?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Ist ein Verkauf unter Wert möglich?"


Ein Hausverkauf unter Wert ist grundsätzlich möglich.




Frage 2:
"Spielen hier die leiblichen Kinder eine Rolle? D.h. könnten die rechtlich hier einschreiten wenn ein Verkauf unter Wert erfolgt?"


Das wäre durchaus möglich. So könnte man z.B. über eine Betreuungsanregung in Vermögensfragen denken.




Frage 3:
"Wenn unter Wert verkauft wird, wie sieht die steuerliche Bewertung aus? D.h. ist das dann eine teilweise Schenkung? Und wie wird damit steuerlich verfahren?"


Das ist dann in der Tat eine sog. gemischte Schenkung.

Diesen Anteil müsste(n) der/die Käufer dann versteuern.




Frage 4:
"Spielt es eine Rolle WER kauft, d.h. muss explizit meine Frau als Stiefkind kaufen oder kann auch ich als Ehepartner des Stiefkinds kaufen oder kaufen meine Frau und Ich gemeinsam?"


Es kauft grundsätzlich, der der auch als Eigentümer im Grundbuch erscheinen soll.

Zu bedenken ist wegen der teilweisen Schenkung auch, dass Schenkungssteuer anfallen wird und dafür aufgrund der unterschiedlichen Freibeträge nicht jeder Käufer gleich geeignet ist (Stiefkind hat z.B einen viel höheren Freibetrag als Sie).




Frage 5:
"Spielen auch hier die leiblichen Kinder eine Rolle? D.h. wenn es eine teilweise Schenkung ist muss dann irgendein Ausgleich an die leiblichen Kinder berücksichtige/gezahlt werden?"


Die werden hier je nach Faktenlage mit Sicherheit eine Rolle spielen. Schließlich ist es ja ihr potentielles Erbe was der Vater da so gütig verschenken will.

Dies muss man unter erbrechtlichen Gesichtspunkten besonders prüfen.

Dazu sind weitere Fakten ( Berliner Testament, Güterstand, was ist mit der Ehefrau, etc.) zusammenzutragen und wie unter Frage 6 beschrieben, einer Kanzlei vor Ort zur Prüfung vorzulegen oder hier als erbrechtliche Fragestellung einzustellen.





Frage 6:
"gibt es sonst noch Vorschläge wie man so etwas abwickeln kann?"



Der beste und sicherste Weg ist, dass Sie sich mit Ihrer Frau in eine auf Erbschafts- und Steuerrecht spezialisierte Kanzlei vor Ort begeben und dort die Fakten vorlegen.

Dort werden Sie dann einen rechtssicheren Vorschlag erhalten, der ihrer individuellen Situation angesichts der konkreten Faktenlage am besten entspricht.


Und Sie haben gleich schon deutlich die maßgebenden Zahlen schwarz auf weiß vor Augen.





Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

----------------------------------------------
Wambeler Straße 33
44145 Dortmund


Telefon: 0231 / 13 7534 22
Telefax: 0231 / 13 7534 24

email: info@ra-fork.de
Internet: http://www.ra-fork.de

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