Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haus überschrieben

| 26.03.2015 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


12:11

Zusammenfassung: Ist eine Übertragung eines Grundstücks zu Lebzeiten bei der Pflichtteilsberechnung zu berücksichtigen?

Hallo,

vor 11 Jahren haben mir meine Eltern ihr Haus überschrieben. Sie haben lebenslanges Niesbrauchrecht. Ich habe noch 2 Geschwister. Meine Frage: Muss ich meine Geschwister nach dem Tod meiner Eltern noch einen Pflichtteil von meinem Haus auszahlen? Ich bin im
Grundbuch rechtmässig eingetragen
26.03.2015 | 11:51

Antwort

von


(277)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst müssen Sie zwischen Erbteil und Pflichtteil unterscheiden. Pflichtteilsansprüche kommen nur Betracht, soweit Ihre zwei Geschwister enterbt, also vom Erbe ausgeschlossen wurden.

1.
Wurden Ihre Geschwister nicht enterbt und kommt es zu einer Erbauseinandersetzung zu gleichen Teilen, so gilt nach §§ 2050 ff. BGB, dass Zuwendungen, die der Erblasser zu Lebzeiten einem Kind gemacht hat, nach seinem Tod zwischen den Kindern, wenn sie Erben geworden sind, auszugleichen sind.

Im Rahmen einer Erbauseinandersetzung müssten Sie sich den Wert der Zuwendung folglich auf Ihren Erbteil angerechnet lassen, § 2055 BGB. Die Zuwendung, die Sie erhalten haben wird nach § 2050 Abs. 1, §§ 2055, 2057a BGB erst bei der Auseinandersetzung untereinander zur Ausgleichung gebracht.

2.
Anders sieht es aus, wenn Ihre Geschwister von Ihren Eltern enterbt wurden. Nur dann stellt sich schließlich die Frage, welche Pflichtteilsansprüche Ihren Geschwistern zustehen. Hier gilt:

Sollten Ihre Eltern bei der Übertragung nicht bestimmt haben, dass die Übertragung des Hauses auf Sie bei den Pflichtteilsanteilen berücksichtigt werden müssen, so müssen Sie sich diese Schenkung bei der Pflichtteilsberechnung Ihrer Geschwister auch nicht anrechnen lassen. Die Bestimmung zur Anrechnung gem. § 2315 BGB muss gleichzeitig mit der Schenkung festgelegt werden.

Ist dies nicht erfolgt, so wird die Zuwendung bei der Berechnung des Pflichtteils nicht berücksichtigt. Selbst in einem späteren Testament ist eine solche nachträgliche Festlegung der Zuwendung nicht mehr möglich. Eine nachträgliche Anrechnungsbestimmung, wie sie auf den Erbteil rechtlich möglich ist, funktioniert beim Pflichtteil nämlich nicht, vgl. § 2315 BGB.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Nachfrage vom Fragesteller 26.03.2015 | 12:01

Also haben die beiden keinen Anspruch mehr auf das Haus was wir ihm überschrieben haben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.03.2015 | 12:11

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage möchte ich verbindlich wie folgt beantworten:

Die Schenkung muss bei der Pflichtteilsberechnung nicht angerechnet werden, wenn:

- die übrigen Kinder enterbt wurden und
- bei der Übertragung des Grundstücks durch die Erblasser nicht bestimmt wurde, dass die Übertragung des Hauses bei den Pflichtteilsanteilen berücksichtigt werden muss.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 26.03.2015 | 12:31

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hat mir gut geholfen. Alles verstanden. Danke schön"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Mikio Frischhut »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.03.2015
5/5,0

Hat mir gut geholfen. Alles verstanden. Danke schön


ANTWORT VON

(277)

Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Baurecht