Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haus nach Trennung


| 09.12.2009 18:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
ich habe mit meiner Lebensgefährtin im Juni 2006 gemeinsam für 128.000€ ein Haus erworben. Dazu haben wir ein Darlehen i.H.v 100.000€ aufgenommen. 28.000€ zahlte meine Lebensgefährtin aus einer Erbschaft (Das Erbe gehörte Ihrer ersten Tochter, deren Vater verstorben ist. Das Kind lebt mit im Haushalt). Im Grundbuch stehen wir je zu 1/2. Nun haben wir beschlossen uns zu trennen. Sie möchte mit den Kindern in eine Wohnung ziehen. Ich würde gern das Haus behalten und meine Lebensgefährtin ausbezahlen. Alle Aufwendungen die das Haus betreffen wurden seitdem von mir getragen. Meine Lebensgefährtin betreute bis Jan.09 unsere gemeinsame Tochter, ihr zweites Kind. Seit Jan09 ist sie wieder halbtags beschäftigt.
Wonach richtet sich die Höhe der Summe die ich ihr ausbezahlen muss. Ist das die Hälfte aller gezahlten Tilgungsbeiträge oder ist das der Wert des Hauses abzüglich der noch vorhandenen Schulden (restliche Darlehensumme)?

Um meine Lebesgefährtin aus dem Grundbuch zu löschen ist da der Verkauf oder die Übertragung an mich für uns die bessere bzw. günstigere Option?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben folgendermaßen beantworten:

Zu Ihrer ersten Frage:

In der nichtehelichen Lebensgemeinschaft gibt es keinen formellen Zugewinnausgleich wie in der Ehe. Daraus folgt, dass Ihrer Lebensgefährtin formal die Hälfte des Hauses gehört und Sie ihr diese entsprechend für die Hälfte des aktuellen Wertes „abkaufen“ müssten. Allerdings gibt es entsprechend der aktuellen Rechtsprechung grundsätzlich die Möglichkeit, aufgrund der nichtehelichen Lebensgemeinschaft erbrachte Leistungen rückabzuwickeln. D.h. soweit die Voraussetzungen vorliegen, könnten Sie unter Umständen die Zuwendung der Tilgung herausfordern und Ihre Lebensgefährtin die aus der Erbschaft erbrachte Zahlung. Eine Rückabwicklung der von Ihnen erbrachten Tilgung könnte aber an der Gestaltung der Lebensgemeinschaft scheitern, wenn man die von Ihnen bisher erbrachte Tilgung des Darlehens z.B. als Gegenleistung für eine von Ihrer Lebensgefährtin erbrachte Haushaltsführung mit Kindererziehung bewerten würde. Ebenso könnte grundsätzlich auch die Rückabwicklung der von Ihrer Lebensgefährtin erbrachten Leistung (28.000,-) scheitern.

Vor diesem Hintergrund ist es dann Sinnvollste, dass Sie sich mit Ihrer Lebensgefährtin einigen. Eine Vorschlag wäre z.B., dass man den aktuellen Wert des Hauses (Marktwert abzüglich Restdarlehen) im Verhältnis der anteiligen Finanzierung (Ihre Zahlungen im Verhältnis zu den 28.000,- Ihrer Lebensgefährtin) verteilt und Ihre Lebensgefährtin Ihnen im Gegenzug für die Zahlung dieses Restwertes ihre Haushälfte überträgt.

Bei einer solchen Verteilung würden Sie und Ihre Lebensgefährtin an Wertsteigerungen oder Wertverlusten des Hauses entsprechend des Finanzierunganteils beteiligt. D.h. jeder erhielte das, was er an Geld „reingesteckt“ hat abzüglich/zuzüglich Verlusten/Gewinnen durch die Wertentwicklung.

Zu Ihrer zweiten Frage:

Um den Eigentumsanteil Ihrer Lebensgefährtin wirksam auf Sie zu übertragen bedarf es eines notariellen Vertrages in dem dann auch die Gegenleistung festgelegt werden sollte. Ob man dann formal einen Kaufvertrag daraus macht, ist für die Rückübertragung gleichgültig und kann ggf. an steuerliche Erfordernisse angepasst werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Zum Abschluss möchte ich Sie noch hierauf hinweisen:

Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben beruht, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhalts.
Diese Einschätzung kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2009 | 20:41

Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort.
Wir würden gern Ihrem Vorschlag nachkommen. Nur noch mal zu Sicherheit an diesem Beispiel.
der Marktwert beträgt 128.000€
28.000€ wurden von meiner Lebensgefährtin bezahlt. Die Restschuld beträgt 97.000€. Für das Darlehen wurden bis jetzt in den drei Jahren 18.000€ aufgewendet.
Wie hoch wäre dann die Zahlung an meine Lebensgefährtin?

Welche Variante (Übertragung/ Verkauf) ist für uns steuerlich günstiger.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2009 | 09:18

Sehr geehrter Fragesteller,

bei dem von Ihnen in der Nachfrage gemachten Beispiel würde der Wert des Hauses im jetzigen Zeitpunkt bei 31.000,- € liegen (128.000,- € abzüglich der Restschuld von 97.000,-€).

Setzt man die von Ihnen erbrachten Tilgungsleistungen i.H.v. 18.000€ für das Darlehen und die von Ihrer Lebensgefährtin gezahlten 28.000,-€ ins Verhältnis, zu dem jetzigen Wert des Hauses, so betrüge die an Ihre Lebensgefährtin zu leistende Zahlung 18.869,57 € (31.000,-€ x 28/46).
Im Interesse Ihrer Lebensgefährtin sollten Sie dann die Gesamtschuld der Darlehensverbindlichkeit (zumindest im Innenverhältnis, d.h. zwischen Ihnen und Ihrer Lebensgefährtin) übernehmen und dies sollte notariell beurkundet werden.

Hinsichtlich Ihrer Frage, welche Variante (Übertragung/Verkauf) für Sie und Ihre Lebensgefährtin steuerlich günstiger ist, rate ich Ihnen, sich von einem auf das Steuerrecht spezialisierten Kollegen oder einen Steuerberater zu wenden und sich umfassend beraten zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner

Bewertung des Fragestellers 10.12.2009 | 15:56


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 10.12.2009 3,8/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER