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Haus nach Scheidung an Ex, Auszahlung in zinslosen Raten, finanzielle Fallen?


| 06.11.2016 13:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Mein Exmann und ich haben uns nach 25 Jahren Beziehung/14 Jahren Ehe scheiden lassen lassen. Scheidung war im Januar 2016. Sie ist noch immer nicht komplett abgeschlossen, weil wir noch die finanzielle Seite regeln müssen. Wir haben 2003/2004 ein Haus gebaut und alles läuft 50/50. Ich bin ausgezogen, er möchte das Haus behalten. Die Darlehensbeträge zahlt er seit Scheidung alleine. Ich möchte langfristig aus dem Darlehensvertrag raus, das Haus soll auf ihn umgeschrieben und ich ausbezahlt werden. Das Geld, um mich sofort auszubezahlen, hat er nicht. Wir haben uns folgende Regelung gedacht:
Mir stehen 60.000 € zu. Ich habe einiges besser verdient als er, somit hätte er Rentenanspruch von >20.000 € von mir laut Rentenversicherung und Privatrenten.
Unsere Vorstellung ist, dass er auf den Rentenausgleich verzichtet und die restlichen 40.000 € in monatlichen Raten an mich zahlt (300-500 monatlich, zinslos). Geregelt werden soll dies in einem notariellen Übergabevertrag (heißt das so?), bei dem als Sicherheit für den Todesfall ein gegenseitiges Erbrecht für den Hausteil des anderen eingetragen werden soll. Bei vollständiger Zahlung wird das Haus auf ihn umgeschrieben und die Erbregelung verliert ihre Gültigkeit. Solange behalte ich meine 50 % und auch die Verantwortung im Darlehensvertrag.
Was uns nicht ersichtlich ist - hat diese Regelung steuerliche Konsequenzen für mich oder für ihn?
Gilt das bei mir als Einnahme, die ich mit meinem Einkommen versteuern muss? Ich habe 11 Jahre in dem Haus gewohnt, da ist ein Verkauf doch eigentlich nicht als "Einkommenserzielung" anzusehen, oder? Verkauf erfolgt ja wegen Scheidung.
Droht eine Schenkungssteuer, da das Darlehen zinslos sein soll?
Drohen uns sonst irgendwelche finanziellen Fallen und wie können wir sie ausschließen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn sie keinen Veräußerungsgewinn erzielen und lediglich die Darlehensraten übernommen werden von Ihrem Mann, so ist das Geschäft unproblematisch. Auf den Versorgungsausgleich kann verzichtet werden.
Bei dem Geschäft wird Grunderwerbsteuer anfallen, insofern war es unglücklich, die Übertragung erst nach dem Scheidungstermin vorzunehmen.

Da es sich bei den Raten um Kaufpreisraten handelt, stellen diese auch kein laufendes Einkommen dar.

Die Regelung zur Erbschaft und auch das Verbleiben im Darlehensvertrag ist jeweils atypisch für derartige Regelungen, grundsätzlich aber möglich.

Finanzielle Fallen - neben der fortbestehenden gesamtschuldnerischen Haftung - vermag ich sonst nicht zu erkennen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2016 | 22:24

Vielen Dank für die Antwort.
Leider hat mein Exmann erst nach der Scheidung einer einvernehmlichen Regelung zugestimmt, als ich massiv mit Teilungsversteigerung gedroht habe.
Ich habe zu Ihrer Antwort 2 Verständnisfragen:
Ich habe nicht verstanden, ob die zinslosen Raten von meinen Ex an mich steuerliche Kosten verursachen für ihn oder mich, weil es wie ein zinsloses Darlehen gesehen werden könnte. Dies wäre doch nur in geringerer Höhe und einen kürzeren Zeitraum steuerfrei, oder trifft das auf uns nicht zu, weil es Kaufraten sind?
Zweite Rückfrage - wieso es untypisch ist, dass ich im Kreditvertrag verbleibe? Denn die Bank stimmt einem Entlass aus der Kredithaftung nur zu, wenn ein anderer Kreditnehmer einsteigt und das Haus dann umgeschrieben wird. Dieser andere Kreditnehmer ist nicht da, also muss ich im Darlehensvertrag verbleiben. Ein sofortiges Umschreiben des Hauses nimmt mir dann die Sicherheit, solange ich das Geld nicht habe. Welche Alternative gibt es denn als Sicherheit für mich? Wie ist es denn typisch?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2016 | 09:39

Das Verbleiben im Grundbuch gewährt Ihnen Sicherheit, nicht jedoch das Verbleiben als Mithafter im Darlehensvertrag.

In der Regel verfolgt man bei einer Scheidung eine einfache Strategie, die vollständige Trennung von Vermögens - und Haftnugsverhältnissen. Daher ist Ihre Lösung atypisch.

Bei den Kaufpreisraten handelt es sich lediglich um gestundete Kaufpreisraten, in diesem Fall ist eine fehlendeer Verzinsung unproblematisch und nicht zu beanstanden. Nicht jede Stundung muss zwingend mit Zinsen versehen sein.


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Bewertung des Fragestellers 07.11.2016 | 19:34


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FRAGESTELLER 07.11.2016 5/5.0
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