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Haus ist nur auf Ehemann eingetragen, Pflichtteil der Kinder


| 16.01.2007 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Hallo,
meine Frau und ich haben uns über ein handschriftlich geschriebenes Testament gegenseitig als alleiniger Erbe unseres gesamten Nachlasses eingetragen. Ziel ist es dass unsere 3 Kinder beim alleinigen Tod meiner Frau oder mir nur Ihren Pflichtanteil erhalten und erst nach unseren beider Tod alles erben.
Allerdings ist unser Einfamilienhaus im Grundbuchamt nur auf mich eingetragen, da ich es vor unserer Ehe als Erbteil bekommen hatte. Damals stand allerdings nur der Rohbau. Fertiggestellt haben wir das Haus dann zusammen. Wir haben in unserer Ehe Zugewinnausgleich vereinbart.
Die Frage ist nun: Wäre es sinnvoll auch meine Frau mit in das Grundbuch eintragen zu lassen, würde dass im Falle meines Todes irgend etwas ändern? Würde sich der Pflichtteil der Kinder dadurch verringern?

-- Einsatz geändert am 17.01.2007 09:34:39
17.01.2007 | 10:17

Antwort

von


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Tel: 08153 8875319
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Sie haben das Grundstück mit Einfamilienhaus als Erbe erhalten. Es zählt daher zu Ihrem Anfangsvermögen und fließt nicht in den Zugewinn. Aufgrund der Tatsache, dass das Haus dann in der Ehezeit fertig gestellt wurde, kann gegebenenfalls an Leistungen, die Ihre Frau erbracht hat (z.B. durch Barmittel) ein bestimmter Betrag dem Vermögen Ihrer Frau zuzurechnen. Das Eigentum an dem Haus steht nur Ihnen zu.

2. Wird nun Ihre Frau zu 50% als Eigentümerin eingetragen, vererbt jeder von Ihnen bei seinem Tod 50% des Hauses. Der Pflichtteil sinkt auf Ihrer Seite, und steigt beim Tod Ihrer Frau (da sie vorher keinen Anteil am Haus vererbt hätte). Daneben trägt jeder für den anderen ein Lebenslanges Wohnungsrecht ein. Sie können aber auch ohne Eigentumsübertragung für Ihre Frau ein lebenslanges Wohnungsrecht eintragen lassen. Das hätte allerdings zur Folge, dass der Pflichtteil nach Ihnen ansteigt und die Gefahr besteht, dass im Wege der Zwangsversteigerung das Wohnungsrecht erlischt.

Da es hier um eine sehr vielschichtige Problematik handelt mit einer Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten rate ich Ihnen dringend, sich durch unsere Kanzlei oder einen Kollegen umfassend beraten zu lassen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München

TEL: (089) 45 75 89 50
FAX: (089) 45 75 89 51

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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