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Haus ist Zwangsversteigert! Muß man ausziehen??

| 06.03.2008 07:33 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Das Haus wurde am 27.02.08 zu 260.000,00 Euro zwangsversteigert.Der Neue Besitzer hat uns angeboten entweder wir zahlen Ihm bis zum 23.04.08 300.000 Euro, dann können wir drin wohnen bleiben, oder er gibt uns 10.000 Euro und wir müssen dann am 23.04.08 draußen sein.
Drinnen wohnen nur noch meine Mutter und ich im Einfamilienhaus mit einliegerwohnung. Wohnfläche280qm Grundstück/Garten 574qm.
Gibt es keinen anderen Weg daß wir drinnen bleiben können?
Kredite werden wir auch keinen bekommen, denn meine Mutter ist seit 09/2007 in der Insolvenz und meine endet 10/2009.
Sie ist heilpraktikerin mit 77 Jahren und ich bin seit 10/1980 bei Daimler beschäftigt, als Sachbearbeiter.
Meine Mutter hat es damals mit meinem verstorbenen Vater gebaut.
Bin der Meinung daß Sie das sehr treffen wird, wenn Sie da raus muß....
Vielen Dank im Voraus
und wenn Ich mehr bezahlen muß, kenne mich damit noch gar nicht aus,dann teilen Sie mir das bitte mit...

MFG.

06.03.2008 | 09:49

Antwort

von


(455)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Da Sie da Haus nach eigenen Angaben nicht vom Ersteigerer kaufen können, sollten Sie das Angebot des Ersteigerers bzgl. des Auszuges am 23.04.08 annehmen, wobei die 10.000 € wohl in die Privatinsolvenz fließen würden.
Nach Zuschlag in der Zwangsversteigerung sind Sie nicht mehr Eigentümer des Hauses und wohnen dort ohne rechtliche Grundlage.
Sollten Sie das Haus nicht freiwillig räumen wollen, so wird der neue Eigentümer vermutlich die Zwangsräumung einleiten.
Da der Zuschlagsbeschluss selbst schon ein Titel ist, muss der Eigentümer nur noch eine vollstreckbare Ausfertigung beantragen.
Der Gerichtsvollzieher würde Ihnen dann eine letzte Frist zur freiwilligen Räumung setzen, d. h. zwischen Ankündigung der Zwangsräumung durch den Gerichtsvollzieher und dem Räumungstermin müssen gem. § 180 GVGA mindestens drei Wochen liegen.
Nach Verstreichen dieser Frist wird der Gerichtsvollzieher dann die zwangsweise Räumung des Hauses vornehmen.

Es bliebe natürlich die Möglichkeit der Miete des Hauses, sofern der neue Eigentümer dies in Betracht zöge.
Allerdings befinden sich sowohl Ihre Mutter als auch Sie in der Insolvenz, so dass Sie vermutlich auf Wohngeld (ARGE) angewiesen wären.
Hier wäre dann zu prüfen, ob Wohnfläche/ Mietpreis, etc. Zustimmung der ARGE finden würden.
Sie sollten sich daher schnellstmöglich diesbezüglich mit dem neuen Eigentümer, der ARGE und Ihrem Insolvenzberater in Gesprächen informieren lassen.

Leider konnte ich Ihnen keine erfreulichere Antwort geben.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort vorerst geholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.
Dieses Forum ist nicht geeignet, eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt zu ersetzen.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.
Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatierung behilflich.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


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Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 06.03.2008 | 11:24

Hallo,
erst einmal recht herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Wohl habe ich vergessen mitzuteilen, daß ein Mietvertrag besteht seit dem 01.12.1999,als vor der Insolvenz und der Zwangsversteigerung, nur wurde dieser miet- und Pachtvertrag nicht im Grundbuch vermerkt, aber bei der Rechtspflegerin abgegeben am 27.02.2008.
Meine Mutter beruflich selbstständig als Heilpraktikerin, wo Ihre Praxis aus der Insolvenz ausgeschlossen wurde, hat seit dem 01.12.1999 auch das Pachtrecht Pateinten zu behandeln.
Mietpreis war damals 100DM sowie 50Euro, wenn der Euro volles Zahlungsmittel werden sollte.
Hätte das vielleicht noch einen Vorteil...???
MFG.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.03.2008 | 12:32

Sehr geehrter Ratsuchender!

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.

Durch die Zwangsversteigerung ändert sich zunächst nichts am Bestehen Ihres Mietvertrages.
Die Gültigkeit des Mietvertrages wird hier vorausgesetzt.

Unmittelbar nach dem Zuschlag hat der neue Eigentümer jedoch ein Sonderkündigungsrecht nach § 57a ZVG .
Dieses außerordentliche Kündigungsrecht gilt allerdings ausschließlich zum ersten zulässigen Termin.
In Ihrem Fall bedeutet dies, dass der neue Eigentümer nach dem Zuschlag am 27.02.2008 sein Sonderkündigungsrecht bis zum dritten Werktag des März 2008, also bis einschließlich 05.03.2008, ausgeübt haben müßte.
Gekündigt werden darf gem. § 573d BGB nur zum Ende des dritten Monats nach dem Erwerb, also hier bis Ende Mai 2008.

Wird dieser Termin nicht wahrgenommen, erlischt das außerordentliche Kündigungsrecht und die Fristen der ordentlichen Kündigung nach § 573c BGB greifen.

In Ihrem Fall würde hier aufgrund der Dauer des Mietverhältnisses eine ordentliche Kündigungsfrist von 9 Monaten eingreifen gem. § 573c I 2 BGB .

Solange Ihnen gegenüber bzw. allen Parteien, dien den Mietvertrag unterschrieben haben keine schriftliche Kündigung ausgesprochen wurde, beginnt natürlich auch keine Kündigungsfrist.


Da Sie ein Interesse an der Weiterführung des Mietvertrages haben, sollten Sie dies dem neuen Eigentümer gegenüber zum Ausdruck bringen.


Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung geholfen zu haben.
Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Mandatierung gerne zur Verfügung.
In diesem Fall setzen Sie sich bitte per Mail mit mir in Verbindung.

Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

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