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Haus halten nach Auszug der Ehefrau mit Kind. Bzw. Unterhaltshöhe an die Frau.

25.10.2009 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo. Ich wohne zur zeit mit meiner Frau und 4 Kindern im Eigenheim. Ein Kind ist von mir die anderen hat sie mitgebracht. Das Haus wurde vor 3 Jahren von beiden zusammen gekauft. Beide sind als Eigentümer eingetragen. Geheiratet wurde aber erst vor zwei Jahren. Also nach Einzug ins Haus. Der wert des Hauses beträgt circa 130 bis 140 tausend Euro wovon noch 100 tausend abzuzahlen sind.

Frage: Wenn meine Frau auszieht mit den Kindern (was sie auch möchte) in wie weit wird sie von der Arge unterstützt. Da sie ja auch Miteigentümer ist. Arbeiten ist bei 4 Kindern von 6 bis 11 Jahern nicht möglich.

Frage: Wie kann ich das Haus nun komplett und zu welchem Preis übernehmen. Möchte sie gern auszahlen. Das Haus zu unterhalten ist kein Problem für mich allein. Die Banken stehen da hinter. Möchte das Haus vor der Scheidung übernommen haben wegen dem Streitwert usw...

Frage: Unterhalt für das leibliche Kind wird selbst redend übernommen. In wie weit und was muß ich an meine Frau zahlen. Da sie dann auch nicht mehr im Haus wohnt was ihr zum Teil gehört. Muß ich da so eine Art Miete zahlen bis zur Scheidung??

25.10.2009 | 15:07

Antwort

von


(458)
Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

1.

Sofern Ihre Ehefrau nicht über ausreichende Einnahmen zur Deckung ihres Bedarfs und des Bedarfs Ihrer Kinder hat, wird sie grundsätzlich einen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes haben.

Der Miteigentumsanteil an dem Haus spielt hierbei jedenfalls bis zur Rechtskraft der Scheidung keine Rolle, da er entsprechend § 1365 BGB bis dahin nicht verwertbar ist.

Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Ihre Frau primär einen Anspruch auf Trennungsunterhalt gegen Sie hat. Dieser Anspruch geht entsprechend § 33 SGB II auf die Behörde über und wird von dieser Ihnen gegenüber geltend gemacht.

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt gegenüber Ihnen bestimmt sich grundsätzlich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Nach dem so genannten Halbteilungsgrundsatz steht Ihrer Frau – nach Abzug eines Erwerbstätigenbonusses und unter Berücksichtigung des Kindesunterhaltes- die Hälfte vom Familieneinkommen zu.

2.

Grundsätzlich kann Ihnen Ihre Frau den Miteigentumsanteil an dem Haus verkaufen, wobei der Preis letztendlich Verhandlungssache ist.

In diesem Fall könnte aus der Sicht Ihrer Frau allerdings problematisch werden, da der Erlös aus der Veräußerung einen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes ausschließen könnte.

3.

Der Unterhalt für Kinder bemisst sich grundsätzlich nach der Düsseldorfer Tabelle, welche wiederum nach dem Einkommen des Verpflichteten und dem Alter des Kindes gegliedert ist.

Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle können Sie beispielsweise hier

http://www.treffpunkteltern.de/unterhalt/duesseldorfertabelle.php

einsehen.

4.

Hinsichtlich des Hauses bilden Sie mit Ihrer Ehefrau eine so genannte Bruchteilsgemeinschaft im Sinne der § 741ff. BGB .

Hierbei kann bei einem endgültigen Auszug einer der Miteigentümer dieser entsprechend § 745 Abs. 2 BGB vom anderen einen Anspruch auf Zahlung einer Nutzungsentschädigung haben.

Zusammenfassend möchte ich Ihnen empfehlen, sich aufgrund der erheblichen wirtschaftlichen Bedeutung der Angelegenheit in weiteren Verlauf dieser Angelegenheit anwaltlich vertreten zu lassen.

.Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

ANTWORT VON

(458)

Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
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