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Haus geschenkt von den Eltern Erbrecht

18.01.2021 16:11 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


17:26

Guten Tag,

die wichtigsten Daten Vorab.

- Beide Eltern 65 & 62, gesund und Voll-Geschäftsfähig
- Tochter 35 & Sohn 42
- Anwesen wert ca. 340.000€
- Haus noch Belastet mit 120.000€
- Tochter wohnt seit 10 Jahren mit auf dem Anwesen in einer Einliegerwohnung
- Sohn wohnt seit 15 Jahren in einem eigenen Haus in einem anderen Ort.

Die Eltern möchten gerne das die Tochter das Haus geschenkt bekommt im Gegenzug dafür wird den Eltern ein Lebenslanges Wohnrecht gewehrt.
Die Eltern möchte aber nicht das nach ihrem Ableben der Sohn noch ausbezahlt werden muss oder sogar das Grundstück geteilt werden muss.

Welche Möglichkeiten haben die Eltern?
Kann das Haus mit der Belastung verschenkt werden?
Ist die Schenkung anfechtbar von dem Sohn?


18.01.2021 | 16:52

Antwort

von


(825)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Die Schenkung einer belasteten Immobilie ist grundsätzlich möglich (wegen § 903 BGB dürfen die Eltern mit ihrem Eigentum nach Belieben verfahren), allerdings sollte insofern unbedingt der Kreditgeber miteinbezogen werden. Die Schulden können ggf. übernommen werden, vgl. §§ 414 ff. BGB . Angesichts der mitgeteilten Werte fällt wegen der Freibeträge keine Schenkungssteuer an.

Die Schenkung kann auch nicht vom Sohn angefochten werden, auch hat er keinen Ausgleichsanspruch.


Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 18.01.2021 | 17:10

Vielen Dank für die Antwort.

Ich würde mir wünschen das Sie ggf. kurz auf den Sohn eingehen.
Welche Vorkehrungen müssen die Eltern unternehmen damit der Sohn die Schenkung nicht anfechten kann?
Ach wenn die Eltern versterben und es zu einem Erbe kommt soll das Haus nicht geteilt werden und die Tochter sollte auch keine Ausgleichszahlung zahlen müssen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.01.2021 | 17:26

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Eine Schenkung zu Lebzeiten muss vom Sohn hingenommen werden, er hat kein Recht, dieses Vorgehen zu verhindern oder anzufechten. Wenn ein Elternteil (oder beide) verstirbt, befindet sich das Haus nicht mehr in der Erbmasse, weshalb es nicht geteilt werden muss/kann. Erst jetzt könnte dem Sohn über § 2050 BGB ein Ausgleichsanspruch zustehen, der sich aber nur auf die noch vorhandene Erbmasse (Vermögen ohne Haus) bezieht.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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