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Haus gekauft - verschwiegener grober Mangel ?

| 10.01.2013 19:56 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang Juli 2012 haben wir ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung ( Neckermann Komforthaus 1969 ) über eine Maklerin gekauft. Das Haus wurde von uns zweimal besichtigt. Bei den Besichtigungen standen alle Türen und Fenster auf. Danach haben wir in Eigenarbeit bis jetzt das Haus teilweise renoviert. Während der Renovierung fiel uns schon manchmal ein eigenartiger Geruch auf, den wir aber auf den langen zweijährigen Leerstand sowie auf die Baumaterialien geschoben haben. Nunmehr ist die Erdgeschosswohnung bezugsfertig und eigentlich nicht bewohnbar. Das Haus, wir meinen, es ist das Erdgeschoss, riecht muffig. Leider ist der Geruch trotz regelmäßiger Lüftung so intensiv und penetrant, dass alle Personen, die das Haus verlassen, angesprochen werden, wie unangenehm .... Ich muss das nicht weiter ausführen.
In dem Haus haben wir keine Feuchtigkeit oder irgendeinen Anhaltspunkt für den Muffgeruch gefunden.
Da dieses Haus sehr schön ist und wir es auch auf jeden Fall behalten wollen, haben wir beim Verkäufer angefragt und natürlich keine Antwort bekommen.
Wir haben das Haus notariell gemeinsam mit meiner Tochter gekauft, die die Einliegerwohnung beziehen soll. Die Erdgeschosswohnung ist für meinen Mann und mich gedacht, die obere Wohnung für meine Tochter.
Was nun? Meine Fragen:
1. Besteht ein grober Mangel durch das Verschweigen des schwerwiegenden Geruchs von dem Verkäufer ? Maklerin?
2. Wie finde ich einen geeigneten Sachverständigen, der auch die Ursache herausfindet und uns sagt, wie wir den Schaden beheben?
3. Muss der Verkäufer die Kosten der "Schadensbeseitigung" bezahlen?
4. Übernimmt die Rechtschutzversicherung die Kosten des Rechtsanwaltes und gegebenenfalls des Prozesses, da meinem Mann und mir ja nur das halbe Haus gehören?

Über fachkompetente Hilfe freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen


10.01.2013 | 20:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

hinsichtlich Ihrer Ansprüche kommt es darauf an, ob im notariellen Vertrag ein Gewährleistungsaussschluss vereinbart worden ist (wovon allerdings auszugehen ist).

In diesem Fall können Sie Ansprüche wegen Schadensersatz erst dann geltend machen, wenn der Mangel (Schimmel ist ein grober Mangel) arglistig verschwiegen worden ist, also entweder der Makler oder der Verkäufer davon wusste oder eine Garantie übernommen worden ist (§ 444 BGB: Haftungsausschluss ).
Letzteres dürfte auch zu verneinen sein, da dies in üblichen Kaufverträgen ebenfalls nicht eingeräumt wird. Diesbezüglich müsste dies aber noch einmal genau überprüft werden.

Die Offensichtlichkeit und damit der Nachweis für das Wissenmüssen des Verkäufers/Maklers kann dann auch Aufgabe eines Sachverständigen sein, der dann sagen kann, ob der Schimmel im Haus hätte bermekrt werden können.
Wenn Sie bereits sagen, dass der Geruch bereits kurz nach dem Kauf merkbar gewesen ist, spricht vieles dafür, dass dieser Umstand auch vom Eigentümer bermerkt worden ist. Wenn bei den Besichtigungen sämtliche Türen und Fenster offen gewesen sind, dürfte dies auch bereits ein Hinweis dafür sein, dass hier etwas verschleiert werden sollte.

Sachverständige gibt es bei der Dekra. Wenn Sie mögen, kann ich Ihnen einen für Ihre Region nennen.

Sofern bewiesen worden ist, dass der Mangel (Schimmel/Feuchtigkeit, unangenehmer Geruch) bewusst verschwiegen worden ist, müssen sämtliche Kosten inklusive der Anwalts- und Sachverständigenkosten auch vom Gegner bezahlt werden.

Bis dahin ist es gut möglich, dass Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt.
Gerne kann ich ebenfalls für Sie dort nachfragen, ohne dass für Sie Kosten entstehen.


Bewertung des Fragestellers 12.01.2013 | 15:17

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Das war für mich eine sehr fachkompetente, absolut zufriedenstellende ausführliche Antwort. Ich habe Herrn Rechtsanwalt Hoffmeyer mit der rechtlichen Vertretung beauftragt.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 12.01.2013
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