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Haus geeerbt - Geschwister auszahlen

| 19.07.2010 00:49 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Hallo,

eine Ehepaar hat 3 volljährige Kinder und ein 2-Familienhaus gebaut. Der Vater verstirbt sehr plötzlich ohne ein Testament zu hinterlassen. Nun möchte 1 Kind, welches die zweite Wohnung des Hauses bewohnt, dieses übernehmen und die verbleibenden Geschwister auszahlen. Der Mutter soll ein Wohnrecht auf Lebenszeit eingeräumt werden. Die anderen beiden Kinder wohnen derzeit ebenfalls in diesem Haus (zahlen Miete), sollen dies aber binnen einer Frist verlassen. Mutter und auszuzahlendes Kind waren bereits bei einem Notar und haben einen Vertrag aufgesetzen lassen, welchen die anderen beiden anderen Geschwister nicht unterzeichnen möchten.

Folgende Fragen:

1. Zu welchen Anteilen erbt jeder das Haus? Ist es möglich die beiden auszuzahlenden Geschwister aus dem Haus "zuwerfen", obwohl ihnen ein Anteil gehört? Ist es möglich das Haus ohne die Zustimmung der Geschwister zu verkaufen?
2. Der Notar hat den Wert des Hausen auf 160.000 EUR angesetzt,ohne Grundlage eines Gutachtens und auf dieser Basis einen Pflichtteil von 10.000 EUR bestimmt (derzeitige Hypotheken von ca. 80.000 EUR liegen auf dem Haus. Das auszuzahlende Kind würde die Hypotheken übernehmen). Ist dieser Wert realistisch?

Sehr geehrter Fragesteller,

bei der Beantwortung der Fragen gehe ich davon aus, dass das Ehepaar im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt hat.

1.
Danach erbt die Ehefrau 1/2 und die Kinder jeweils 1/6 des Nachlasses des Vaters. Sind sowohl Ehefrau als auch Ehemann Eigentümer der Immobilie, gehört nur der Anteil des Erblassers zum Nachlass. Danach hat die Ehefrau, zusammen mit ihrem eigenen Anteil einen Eigentumsanteil von 3/4 der Immobilie (1/2 als ursprünglicher Eigentümer + 1/2 vom Anteil des Erblassers = 1/4). Die Kinder erhalten je 1/6 des Nachlass des Erblassers, mithin je 1/12 an der Immobile.

War der Erblasser alleiniger Eigentümer der Immobilie, erbt die Ehefrau 1/2 und die Kinder jeweils 1/6 Anteil der Immobilie.

Die Erben bilden zusammen eine Erbengemeinschaft und verwalten den Nachlass grundsätzlich gemeinsam. Die Immobilie kann daher nicht gegen den Willen eines Miteigentümers verkauft werden. Die Miteigentümer können auch nicht ohne weiteres aus dem Haus "geworfen" werden. Allerdings kann jedes Mitglied der Erbengemeinschaft / Eigentümergemeinschaft mittels Teilungsversteigerung die Gemeinschaft auflösen und das Haus mittels Versteigerung verkaufen. Dabei wird idR jedoch ein geringerer Preis erzielt als im freien Verkauf.

2.
Leider ist die zweite Frage missverständlich. Hat der Erblasser kein Testament hinterlassen entstehen keine Pflichtteilsansprüche für die Kinder des Erblassers. Ob die Berechnung des Notars, selbst bei Anspruch auf den Pflichtteils, richtig ist, kann von hier nicht beurteilt werden, da dabei nicht nur der Wert der Immobilie sondern der Wert des gesamten Nachlass die Grundlage für die Berechnung bildet.

Grundsätzlich beträgt der Pflichtteilsanspruch 1/2 des gesetzlichen Erbanspruchs. Der gesetzliche Erbanspruch beträgt in Ihrem Falle für die Ehefrau 1/2 und die Kinder jeweils 1/6.

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Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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