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Haus ersteigern mit Grenzbebauung

| 07.10.2015 17:00 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


18:42

Ich möchte ein Haus ersteigern,das 1972 auf einem großen Grundstück errichtet worden ist.
Der Vorbesitzer hat einen großen Teil des Grundstücks verkauft,darauf wurde ein Autohaus errichtet.Eine Garagenwand steht auf der jetzigen Grundstücksgrenze,2Kellerschächte bereits
auf dem verkauften Grundstück.Das ganze wurde vor 10 Jahren an den jetzigen Autohausbesitzer verkauft,wobei davon auszugehen ist,das er das mit den Kellerschächten
und den Grenzabständen so mit dem Vorbesitzer abgesprochen hat.Das Haus geht jetzt das dritte Mal in die Versteigerung und wäre günstig zu bekommen.Der Autohausbesitzer läßt aber
Kaufinteressenten gegenüber verlauten,das er beim Eigentümerwechsel des Hauses die Grenzbebauung nicht mehr duldet ebensowenig,das alle Versorgungsleitungen unter seinem
Grundstück verlaufen.Meine Frage:hat er eine rechtliche Handhabe,Rückbau nach 10 Jahren
zu fordern,wo er vor 10 Jahren wissentlich alles so gekauft und aktzeptiert hat.Er ließ verlauten,das er großes Interesse an dem Grundstück hat,das Haus abreissen lassen will um sich zu vergrößern.Daher sicher die Taktik,bei der dritten Versteigerung Mitbewerber durch bange machen aus dem Rennen zu kicken!

07.10.2015 | 17:28

Antwort

von


(2272)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


hinsichtlich der Kellerschächte wird der Autohausbesitzer keine Möglichkeit haben, einen Rückbau zu erwirken. Insoweit nehme ich auf die zwischenzeitlich stattgefundene weitere Beratung Bezug.


Bei der Versorgungsleitung sieht es es etwas differenzierter aus:

Grundsätzlich hätte er einen Anspruch auf Entfernung der Versorgungsleitungen nach § 1004 BGB: Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch , wennn keine Duldungspflicht nach § 1004 BGB: Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch besteht.

Dazu kann es möglicherweise Grundbucheintragungen oder Eintragungen im Lastenverzeichnis nachträglich gegeben haben (da die Teilung erst nachträglich erfolgt ist, wird bei Verlegung sicherlich keine Eintragung erfolgt sein), was es zu prüfen gilt.

Ansonsten sollte mit dem künftigen Vorbesitzer Kontakt aufgenommen werden, ob es irgendwelche Vereinbarungen gibt; ggfs. sind im damaligen Kaufvertrag zu den Leitungen Regelungen enthalten.


Gibt es so etwas nicht, könnte grundsätzlich der Autohausbesitzer hinsichtlich der Versorgungsleitungen die Unterlassungsansprüche geltend machen, es sei denn, es gäbe keine andere Möglichkeit für die Leistungen, da dann das Notleitungsrecht nach § 917 BGB: Notweg eingreifen könnte.

Aber nach meiner Erinnerung bestand eine Zuleitungmöglichkeit über die Straßenseite, so dass ich kein Notleitungsrecht sehe - die 10jährige Untätigkeit ändert daran nichts.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 07.10.2015 | 18:21

Es gibt leider keinen Kontakt zu Besitzer des zu versteigerten Objekts.
Der Autohausbesitzer,wird keine Angaben zum damaligen Kaufvertrag machen,
da er ja selbst verstärktes Interesse hat.Ich gehe jedoch davon aus,das der damalige Verkäufer keine Klausel bezüglich der Versorgungsleitungen
in dem Kaufvertrag im eigenem Interesse zugelassen hätte,was sich für ihn
beim Hausverkauf unter normalen Umständen zum Nachteil hätte auswirken können.Ich habe nicht ganz verstanden,was sie mit: Insoweit nehme ich auf die zwischenzeitlich stattgefundene weitere Beratung Bezug,gemeint haben!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.10.2015 | 18:42

Sehr geehrter Ratsuchender,



wenn es keine Vereinbarungen oder Eintragungen gibt, werden Sie allenfalls über das schon angesprochene Notleitungsrecht die Ansprüche vereiteln können; ob allerdings so ein Notleitungsrecht in Ihrem Fall begründet werden kann, dürfte eher zweifelhaft sein.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 09.10.2015 | 08:49

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