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Haus Schenkung von Tochter zu Mutter

09.03.2016 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kay Fietkau


Hallo,
2006 ist mein Vater verstorben, woraufhin ich 1/4 des Hauses geerbt habe. 3/4 gehören bereits meiner Mutter. Ich möchte mein Viertel des Hauses nun an meine Mutter verschenken.
Meine Fragen: wie berechnet sich der aktuelle Wert des Hauses als Grundlage für die Schenkungssteuer? Werden die Schulden dabei berücksichtigt? Welche Dokumente benötigt man, um diesen Wert dann belegen zu können?
Wie muss ich vorgehen zur Überschreibung des Hauses?
Ich möchte den Teil des Haus natürlich möglichst steuerfrei an meine Mutter verschenken...
Eingrenzung vom Fragesteller
10.03.2016 | 18:47
Eingrenzung vom Fragesteller
10.03.2016 | 19:31

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:


Nach § 16 ErbStG beträgt der Freibetrag bei Schenkungen von Kindern an Eltern (unter Lebenden) grundsätzlich nur 20.000 €. Im Todesfall sind dies 100.000 €. Der über die genannten Freibeträge hinausgehende Teil unterliegt der Besteuerung.

Bemessungsgrundlage für die Besteuerung ist nach § 10 ErbStG der Wert, um den der Erwerber bereichert wird. Im Falle der Grundstücksübertragung bleibt nach § 13b ErbStG lediglich die Übertragung des Familienheims im Todesfall steuerfrei. Im Falle der Schenkung unter Lebenden muss die Immobilie nach den Regeln des Bewertungsgesetzes (BewG) bewertet werden. Erscheint der so ermittelte Wert zu hoch, kann man mit einen Wertgutachten den Nachweis erbringen, dass der anzusetzende Wert zu hoch ist und dadurch die steuerliche Belastung senken.

Die Bewertung der Immobilie für die Schenkungsteuer erfolgt durch die sog. Bewertungsstelle des zuständigen Finanzamtes. Die Bewertung erfolgt nach den Vorschriften der § 146, 147 BewG.

Belastungen des Grundstücks können nur im Rahmen der gutachterlichen Bewertung eine Rolle spielen.

Zur Übertragung des Grundstückes müssen Sie und Ihre Mutter zum Notar und einen entsprechenden Schenkungsvertrag abschließen. Der Notar meldet den Vorgang dann automatisch dem Finanzamt, von dem Sie dann alle weiteren Unterlagen erhalten. Zudem klärt der Notar die Umschreibung des Grundbuches.

Ob Sie vorliegend tatsächlich steuerfrei an Ihre Mutter übertragen können, lässt sich so pauschal nicht feststellen, hierfür benötige ich Zahlen.

Sie sollten aber auf jeden Fall alternativ zu einer Schenkung überlegen, ob Sie den Grundstücksanteil nicht behalten. Denn ggf. fallen jetzt Schenkungsteuer an und dann, wenn Sie ggf. von Ihrer Mutter das Grundstück später (mit-) erben, Erbschaftsteuer in der umgekehrten Richtung. Wenn Sie aber jetzt Eigentümer bleiben und Ihrer Mutter einfach ein lebenslanges Wohnrecht einräumen, kann Ihre Mutter das Grundstück ebenfalls vollumfänglich nutzen. Im Erbfall wird die Übertragung an Sie sogar nach § 13 Abs. 1 Nr. 4b und 4c ErbStG steuerfrei sein. Zumindest haben Sie dann einen Freibetrag von 400.000 €.


Ich hoffe Ihnen, mit den vorstehenden Ausführungen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Ich möchte Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die vorstehende Antwort ausschließlich auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einem anderen Ergebnis führen.


Mit freundlichen Grüßen

Kay Fietkau
Rechtsanwalt

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