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Haus Kaufen oder schenken?


09.07.2006 22:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo!

Ich habe ein Problem und hoffe ihr könnt mir helfen!

Ich bin der Sohn vom meinen vor 15 Jahren Geschieden Vater mit einen älteren Bruder.
Mein 62 jähriger Vater hat 2 Schlag anfälle gehabt und kann sich Nicht mehr um das Haus mit Garten richtig Kümmern.
Das alles erledige Ich genauso wie alle Arzt und Einkauf fahrten.
Deshalb will mein Vater mir das Haus Schenken ohne Das mein Bruder der sich 1 mal in 2 Monaten für eine Stunde blicken läßt leer ausgehen soll!

So jetzt meine Frage?

Die Geschiedene Mutter müßte Ja keine Erbberechtigung Haben Oder?

So viel ich weiß wenn er es mir Schenkt, ist mein Bruder noch von den Haus erbberechtigt und kann das Altenheim die Schenkung rückgänig machen?

Wenn ich es Kaufe für 80.000 Euro und ein Wohnrecht eintragen lasse was ein Wert von 60.000 Euro beträgt und Ich mir eine Quittung von 20.000 Euro von erhalten betrag ausstellen lasse.
Kann mein Bruder beim Tode von Vater von mir Geld fürs Haus verlangen wenn Ja wieviel?
Und könnt das Altenheim ´mir in die Finger rutschen?

Oder habt ihr eine Bessere Lösung für mein Problem?

Vielen Dank im Voraus!


-- Einsatz geändert am 11.07.2006 12:05:02

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsdarstellung und Ihres Einsatzes möchte ich dazu wie folgt Stellung nehmen:

Grundsätzlich sieht es so aus, dass Sie und Ihr Bruder alleinige gesetzliche Erben Ihres Vaters sein werden, wenn es keine weiteren Abkömmlinge Ihres Vaters gibt. Das heißt, dass jeder Bruder bei der gesetzlichen Erbfolge 1/2 des Vermögens des Erblassers erbt. Der Pflichtteil würde demzufolge jeweils 1/4 betragen.
Die geschiedene Ehefrau ist keine gesetzliche Erbin mehr. Sie kann allenfalls in einem Testament Ihres Vaters als Erbin eingesetzt worden sein.

1. Variante: Kauf des Hauses
Wenn Sie das Haus von Ihrem Vater kaufen stellt sich die Situation wie folgt dar:
Sie werden alleiniger Eigentümer des Hauses. Damit gehört das Haus nicht mehr zum Vermögen Ihres Vaters und im Falle seines Todes auch nicht mehr zum Nachlass. Ihr Bruder hätte somit als Erbe keinen Anspruch auf das Haus.
Ihr Vater müßte später den Verkaufserlös, soweit noch vorhanden, für die Finanzierung seines Heimplatzes einsetzen, wenn dies nötig wird.
Wenn Ihr Vater das Haus verkauft, kann das Heim bzw. der Sozialhilfeträger nicht so einfach an das Haus. Denkbar wäre allenfalls eine Anfechtung des Kaufvertrages, wenn hier eine offensichtlich bewußte Vermögensverschiebung zum Nachteil des Sozialhilfeträgers vorliegt. Das wäre dann der Fall, wenn Verkehrswert des Hauses und Kaufpreis in einem krassen Missverhältnis zueinander stehen würden oder das Wohnrecht offensichtlich überbewertet worden ist.
Unter den gleichen Aspekten könnte Ihr Bruder später einen Ausgleichsanspruch geltend machen, falls Sie durch den Kauf quasi ausgleichspflichtige Zuwendungen (wirtschaftliche Vorteile)Ihres Vaters erhalten haben. Im übrigen würde Ihr Bruder genau wie Sie 50% des im Todeszeitpunkt noch vorhandenen Vermögens Ihres Vaters erben.
Wenn das Vermögen Ihres Vaters zur Finanzierung des Heimaufenthaltes nicht mehr ausreicht, dann werden Sie durch den Sozialhilfeträger als Unterhaltspflichtiger in Anspruch genommen werden. Hierbei stellt das erworbene Haus jedenfalls dann Schonvermögen dar, wenn Sie selbst darin wohnen. Das Haus müssen Sie auch dann nicht verkaufen, wenn eine Verwertung unwirtschaftlich wäre.

2. Variante: Schenkung des Hauses
Wenn Ihnen Ihr Vater das Haus schenkt, dann sind Sie u.U. früher unterhaltspflichtig, weil Ihrem Vater ja dann der Kauferlös zur Finanzierung seines Heimaufenthalts fehlt.
Gegenüber Ihrem Bruder könnte sich eine Ausgleichspflicht Ihrerseits gem. § 2050 BGB ergeben (wenn die gesetzliche Erbfolge eintritt). Das wäre dann der Fall, wenn Sie das Haus als Ausstattung erhalten, also zur Verheiratung oder zur Begründung einer eigenen Lebensstellung, oder aber wenn Ihr Vater ausdrücklich angeordnet hat, dass die Schenkung nach seinem Tod ausgeglichen werden soll.
Liegen die Voraussetzungen des § 2050 BGB nicht vor, könnte Ihr Bruder einen Ausgleichsanspruch im Rahmen des Pflichtteilsrechts geltend machen. Das heißt, wenn er aufgrund der Schenkung weniger als 1/4 des Vermögens vor der Schenkung erbt, dann kann er von Ihnen eine Ausgleichung in der Art verlangen, dass Sie ihm ergänzend soviel zahlen, dass er letztlich zumindest 1/4 dessen erbt, was der Nachlass inklusive des Hauses wert gewesen wäre.

Wenn Sie deutlich mehr Zeit und Geld in die Pflege Ihres Vaters investieren als Ihr Bruder, dann können Sie diesen Aufwand auch mit eventuellen Ausgleichsansprüchen Ihres Bruders verrechnen. Oder Sie können sich auch direkt einen angemessenen Betrag von Ihrem Vater für dessen Pflege zahlen lassen, den Sie dann später nicht mit ausgleichen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Hänsgen
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2006 | 23:33

Erstmal Herzlichen Dank für die Antwort!
Welche Summen Halten sie für krass?
Das Haus wurde vor 15 Jahren bei der Scheidung meiner Eltern auf 280.000 DM (ca 140.000 Euro) von einen Unabhängigen Gutachter geschätzt.Ist Wenn Ich die Hauspreise von den letzten 15 Jahren vergleiche ist der Wert bei mir an der ehemaligen Genze deutlich gesungen. Beispiel Ich habe vor 6 Jahren eine Eigentumswohnung für 130.000 DM (ca 65.000 Euro)und wollte diese jetzt verkaufen. Da hätte Ich nur noch 45.000 Euro bekommen. Das sind 20.000 Euro (40.000 DM) weniger, da müßte der Preiß von 80.000 Euro zu 140.000 Euro doch gerecht sein. Oder?

Vielen Dank für ihre Snwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.07.2006 | 11:31

Nach Ihrem Vortrag erscheint der Preis angemessen. Entscheidend ist ja nur, dass es im Vergleich zum aktuellen Verkehrswert kein "Fantasie-Preis" ist.

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