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Haupwohnsitz im Außenbereich in Brandenburg


12.10.2006 13:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich bin Arbeitnehmer in Berlin und besitze ein Grunddstück im Umland. Es liegt im Außenbereich der betrffenden Gemeinde und ist als Erholungsgebiet ausgewiesen. Eine Nutzung zu Wohnzwecken ist für dieses Grundstück bisher nicht erlaubt, obwohl die Nachbarn links und rechts dort dauerhaft wohnen, ein Tierarzt dort sogar seine Praxis betreibt. Ich wohne dort durchgehend zwischen April und Oktober.

Darf ich nun meinen Hauptwohnsitz dorthin verlegen?

Dies würde mir mir steurliche Vorteile von der Pendlerpauschale bis hin zur steuerlichen Absetzmöglichkeit der Kreditzinsen für meine Berliner Wohnung bringen. Letztere wird von mir im Sommer jeweils vorübergehend vermietet.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Ungeachtet der öffentlich-rechtlichen Genehmigung, die Ihnen etwaig nicht erteilt wird, werden Sie den ersten Wohnsitz hinsichtlich der von Ihnen erwähnten in Ihrem Eigentum stehenden „Wohnung“ möglich sein.
Ich denke nicht, dass eine Einwohnermeldeamtsbehörde nach einer etwaig nicht vorhandenen Baugenehmigung wird erkundigen.
Die Gefahr besteht nur dahingehend, dass die zuständige Baubehörde Ihnen in der Folge eine Verfügung hinsichtlich einer Nutzungsuntersagung wird zustellen können, nach der Sie die Nutzung als Wohnung etwaig aufzugeben haben.
Gegen diese werden Sie sich sodann, um die Bestandskraft derer zu vermeiden, Widerspruch und ggf. bei dessen negativer Bescheidung durch die Widerspruchsbehörde Klage beim Verwaltungsgericht einlegen müssen.
Dies deswegen um eine baurechtsgemäße Nutzung dieser Wohnung bestätigt zu bekommen.

Sollte die bisherige Wohnung zugunsten derer im Umland gänzlich aufgegeben werden, wird sich automatisch – wie Sie dies selbst mittelbar vortragen – die Entfernung hinsichtlich der Pendlerpauschale verändern.
Dies wird wohl insbesondere ab 2007 von Relevanz sein, um diese überhaupt noch als Werbungskosten geltend machen zu können, da ab diesem Steuerzeitraum diese erst ab dem 21. Kilometer geltend gemacht werden darf.
Bei Minderkilometern tritt automatisch bei Nichtvorliegen sonstiger Werbungskosten die Arbeitnehmerpauschale ein.
Sollten Sie also durch diese Verlegung Ihrer Wohnung unter 21 Kilometer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte verbleiben, wird sich im Ergebnis der Geltendmachung von Werbungskosten durch den Umzug nichts ändern.

Hinsichtlich der Wohnung, sie sodann „teilvermietet“ werden soll, hat auch noch eine steuerliche Prüfung zu erfolgen, die den Rahmen dieser Beratung anhand Ihres Einsatzes sprengen würde.
Sollten Sie eine derartige noch wünschen, darf ich Sie bitten sich unter teleanwalt@gmx.de direkt an mich zu wenden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
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